Umweltfreundliche Verpackung

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Das Thema Umweltverschmutzung durch Verpackungsmüll ist allgegenwärtig. Angesichts der Tatsache, dass weltweit ein großer Teil des Gesamtaufkommens an produziertem Müll aus Verpackungsabfällen besteht, wird nicht nur in Deutschland der Ruf nach umweltfreundlicher Verpackung immer lauter.

Verpackungen bestehen aus den verschiedensten Materialien und können sowohl als Einweg- oder Mehrwegverpackungen vorkommen.

Unter Verpackung versteht man die ein- oder mehrfach vorgenommene Umhüllung eines Packgutes. In der Industrie wird, je nach Verwendungszweck und der Verpackungsfunktion, zwischen der Transport– und Verkaufsverpackung unterschieden.

 

Die Verpackung, die das Packgut umhüllt, besteht aus dem Packstoff, d.h. dem Werkstoff der Verpackung, aus dem das Packmittel hergestellt wird. Die Werkstoffe für Verpackungen sind beispielsweise:

 

- Papier

- Pappe

- Aluminiumfolie

- Kunststoffe

- Verbunde aus verschiedenen Kunststoffen und Aluminiumfolie

 

Zu den Packhilfsmitteln nach DIN 55405 gehören Klebe- und Heftbänder sowie Umreifungen, die zusammen mit dem Packmittel das Verpacken, Verschließen und die Versandvorbereitung eines Packgutes ermöglichen. Zum Schutz des Packguts werden Luftkissen, Holzwolle und Styroporchips verwendet. Um die umweltfreundliche Verpackung zu kennzeichnen werden Etiketten, Banderolen und Plomben eingesetzt.

 

Während die umweltfreundliche, einfache Verpackung aus Papier oder Pappe biologisch abbaubar ist, sind die komplexen Verpackungen aus Polyolefinen wie Polyethylen und Polypropylen und deren Verbunde mit Aluminium nicht als umweltfreundliche Verpackungsmaterialien zu bezeichnen. Der Abbau von Polyolefinen braucht Jahrzehnte.

 

Es ist bekannt, dass von den Verbrauchern entsorgter Plastikmüll nicht nur auf Müllhalden zu finden ist, sondern auch in Form kleiner Plastikteilchen in den Weltmeeren vorkommen, wo sie von den Meeresbewohnern mit der Nahrung aufgenommen werden. Plastikmüll rafft tausende Tiere qualvoll dahin. Mikroplastikteilchen reichern sich in Meerestieren an, die wir verspeisen und können dann evtl. auch als Grund für Erkrankungen sein.

 

Ein großes Problem für die Umwelt stellt der Verbrauch der Plastiktüten dar, von denen jährlich weltweit 600 Milliarden produziert werden. Allein in Deutschland verbraucht jeder Bürger durchschnittlich 71 Plastiktüten/Jahr. Die Produktion dieser Menge (eine Tüte wiegt etwa 30g) erfordert 5,7l Erdöl.

 

Verpackungskunststoffe enthalten unter Umständen Gifte, die an das Packgut abgegeben werden können. Weichmacher in Kunststofffolien sind ein Beispiel dafür.

 

Umweltfreundliche Verpackung für diverse Zwecke

 

Ohne die diversen Formen der umweltfreundlichen Verpackungen wäre unser Wirtschaftssystem kaum mehr denkbar. Zu den Funktionsbereichen von Verpackungen zählen die Produktions-, Marketing-, Verwendungs- und die Logistikfunktion. Eine Form der umweltfreundlichen Verpackungen stellen die einfachen Umverpackungen dar, die ihre Hauptaufgabe am Verkaufsort haben. Durch die Umverpackung kann eine Verkaufsverpackung im Zuge der Selbstbedienung als Werbe- und Informationsträger dienen und zusätzlich die Diebstahlgefahr reduzieren. Zum effektiven Schutz gegen Beschädigung der Packgüter dient die Transportverpackung, die ihren Zweck auf dem Weg vom Hersteller zum Vertreiber erfüllt.

 

Verkaufsverpackungen umhüllen das Packgut unmittelbar und erfüllen ihre Funktion bis zum Verbrauch des Packguts beim Endabnehmer. Zur Verpackungsindustrie gehören nicht nur die Hersteller der fertigen umweltfreundlichen Verpackungen. Maschinen zur Herstellung von Verpackungen sind komplexe, komplizierte und hochtechnologische Anlagen, die viel Know How erfordern. Um umweltfreundliche Verpackungen zu produzieren zu können, bemühen sich die Forscher der chemischen Industrie die entsprechenden umweltfreundlichen Klebstoffe, Beschichtungen und anderen Hilfsstoffe immer weiter zu entwickeln.

Wer mit offenen Augen durch das Leben geht, sieht sich Tag für Tag mit Verpackungen konfrontiert. Jeder, der im Supermarkt einkauft, weiß mittlerweile die Fortschritte auf dem Gebiet der Verpackungen zu schätzen. Ohne den Barcode auf der Verpackung müsste der Konsument für den Einkauf im Supermarkt viel mehr Zeit einplanen. Auch die so wichtige Information über das Packgut auf der Verpackung stellt für den Verbraucher einen wichtigen Service dar. Die umweltfreundliche Verpackung erfüllt für die Gesundheit der Bevölkerung einen wichtigen Zweck. Lebensmittel werden zum Schutz gegen Keime und Bakterien so verpackt, das für die Konsumenten keine gesundheitlichen Gefahren durch Beeinträchtigung der Ware durch äußere Einflüsse besteht. Luftdichte Verpackungen können mit Schutzgas versehen werden, damit ein frühzeitiges Verderben der Ware verhindert wird. Gegen den Einfluss von Feuchtigkeit kann der umweltfreundlichen Verpackung ein Trockenmittel zugesetzt werden. Ein Beispiel zum Thema umweltfreundliche Verpackung findet sich hier.

 

 

Umweltfreundliche Verpackung durch Recycling

 

Die Verpackungsgestaltung einer umweltfreundlichen Verpackung hängt von den unterschiedlichen Anforderungen an die Eigenschaften von Packmitteln und Packstoffen ab.

 

Die Forscher in der chemischen Industrie haben Rohstoffe entwickelt, die es erlauben umweltfreundliche Verpackung aus biologisch abbaubarem Kunststoff herzustellen.

 

Auf der Basis von Zuckerrohr, Stärke oder PLA gibt es mittlerweile von einigen Herstellern auch Alternativen zur normalen Plastiktüte. Diese umweltfreundliche Verpackungsart ist biologisch abbaubar und erfüllt die Anforderungen der europäischen Norm EN Kompostierungsnorm EN-13432. Um die Umwelt zu schonen, sollten Verbraucher auf diese Art der Plastikverpackung zurückgreifen oder ganz auf den Gebrauch der Plastiktüte verzichten und den Jutebeutel zum Einkauf mitnehmen. Dies wäre auch ein Schritt, um einen Beitrag zu der so heftig geführten Diskussion um das Treibhausgas beizutragen, denn bei der Herstellung von einer Plastiktüte werden auch noch 92 Gramm Kohlenstoffdioxid CO2 freigesetzt. Damit gebrauchte Kunststoffverpackungen nicht in die freie Natur gelangen, ist es ratsam bei der Mülltrennung gewissenhaft zu sein, und den Kunststoffmüll dem Recycling zuzuführen.


23.12.2014 13:54
M.Richter

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