7 einfache Vorschläge für Müllvermeidung

Unsere Konsumgesellschaft produziert täglich Waren im Überfluss. Was überbleibt landet im Müll. Jeder kann mit kleinen Änderungen in seinem Verhalten, dazu beitragen, dass die Müllberge nicht weiter wachsen.

1. Lebensmittel verbrauchen oder spenden:

 

Wir alle kaufen ständig mehr als wir brauchen. Unsere Kühlschränke und Gefriertruhen sind gut gefüllt und oft passiert es, dass wir beim Durchschauen etwas Abgelaufenes finden. Dies wandert dann in den Müll. Regelmäßige Vorratskontrollen helfen den Überblick zu bewahren. Aus Resten können wir mit etwas Phantasie oder einem geeigneten Kochbuch noch leckere Speisen kreieren.

Ein Einkaufszettel ist ideal, um nur dass zu kaufen, was man wirklich braucht und hilft laut einer Studie nicht nur Müll zu vermeiden, sondern auch im Jahr bis zu 300 € einzusparen.

Ist eine längere Reise geplant, freut sich ein Nachbar oder Familienmitglied bestimmt über die Nahrungsmittel, die sonst verderben würden. Supermärkte entsorgen ihre noch guten Nahrungsmittel oft nach Ladenschluss, diese sollten besser zu billigeren Preisen verkauft werden oder Foodsharinggruppen gespendet werden, die diese auch abholen(foodsharing.de).

 

2. Vermeide Kunststoff und Plastik

 

Plastik gehört zu den besonderen Problemstoffen, es braucht bis zu 500 Jahre bis es ganz zersetzt ist. Vermeide es für deinen Einkauf Plastiktüten zu verwenden. Es gibt wunderbare Einkaufstaschen aus Stoff, die waschbar und immer wieder verwendbar sind.

Würde kein Deutscher mehr eine Plastiktüte verwenden, könnten 68.000 Tonnen Müll und eine Menge Erdöl, welches zur Herstellung der Plastikbeutel nötig ist, eingespart werden.

Vermeide Getränke aus Kunststoffflaschen. Wasser aus einer Glasflasche schmeckt nicht nur ungleich besser, du hilfst mit, dass Milliarden von Einwegflaschen im Müll landen. Verlange und motiviere die Filialleiter Mehrwegflaschen anzubieten. Was der Konsument verlangt, wird schließlich gern verkauft. Wem das Pfandsystem zu kompliziert erscheint, kann auch den Kauf eines Wassersprudlers überlegen.

 

3. Reparatur statt Neukauf

 

Elektrogeräte oder Handys funktionieren plötzlich nicht mehr. Die Reparatur ist beim Fachmann oft so teuer, dass ein Neugerät billiger erscheint. Oft kann jemand aus der Nachbarschaft oder Familie, der etwas handwerkliches Geschick hat, ein Ersatzteil kostengünstig einbauen.

Auch in sogenannten Reparier-Cafes, in denen Ehrenamtliche arbeiten, kann man günstig Hilfe erhalten. Man vermeidet dadurch den problematischen Elektroschrott und Kosten für die Neuanschaffung des Gerätes.

Auch Kleidung kann repariert werden. Reißt ein Zipp, muss das gute Stück nicht gleich in den Müll. Änderungsschneidereien können kostengünstig helfen. Textilien, die nicht mehr gebraucht werden oder nicht mehr gefallen können in Second-Hand Shops zu Geld gemacht werden oder einer wohltätigen Organisation gespendet werden.

 

4. Partymüll muss nicht sein:

 

Steht eine größere Feier mit vielen Gästen an, wird gern an Einweggeschirr und Plastikbesteck gedacht. Das mag zwar praktisch erscheinen, produziert aber enormen, vermeidbaren Müll.

Exquisites Essen sieht auf richtigen Tellern nicht nur hübscher aus, es schmeckt auch darin besser. Vereinbart einfach, dass alle zusammen hinterher den Abwasch erledigen, dies ist dann meist eine lustige, gemeinschaftliche Sache.

Oder du nimmst einen Partyservice in Anspruch, der auf echtem Geschirr liefert und serviert.

Geschenke sehen in Stofftaschentüchern oder Geschirrtüchern hübsch und originell verpackt aus. Die kann man sinnvoll weiterverwenden und es fällt eine Menge zerknülltes Geschenkpapier weg, dass teuer war, aber im Müll landet. Plastikdekorationen müssen nicht sein. Dekoriere einfach mit Dingen aus der Natur, z.B. mit Blumen oder Gräsern.

 

5. Spielzeug das "Lange lebt"

 

Billiges Spielzeug aus Plastik geht schnell kaputt, bringt Ärger und landet schließlich im Müll. Qualitatives Holzspielzeug dagegen regt die Phantasie an, ist fast unzerstörbar und auch noch nach Jahren verwendbar. Bilderbücher für die Kleinen, gibt es auch aus Materialien, die nicht leicht zerreißen und damit nicht irgendwann weggeworfen werden müssen.

 

6. Iivestiere in Qualität

 

Billige elektronische Geräte halten nicht lange und sind schwer zu entsorgen.

Hier lohnt sich in Qualität zu investieren und ein Produkt zu kaufen, dass eine lange Garantiezeit hat und reparabel ist. Renommierte Marken haben für ihre Produkte noch nach Jahren Ersatzteile auf Lager.

 

7. Gebrauchtes kaufen oder verkaufen:

 

Ob es sich um ein Ballkleid oder ein Faschingskostüm handelt, welches nur für einen Anlass gebraucht wird, all das und noch viel mehr kann man im Internet in diversen Anzeigenmärkten finden. Du kannst deine Kleidungsstücke, Möbel oder andere Dinge im Internet zum Verkauf anbieten oder auch selbst nach Brauchbarem zu günstigen Preisen, ja sogar manchmal gratis, stöbern.


14.08.2017 09:49
Stephan Waechter

stephan_waechter@web.de