100 selbstfahrende Autos im Berufsverkehr

Selbstfahrende Autos liegen im Trend. Weltweit forschen Wissenachaftler und schrauben Autobauer an intelligenten Autos, die den Straßenverkehr der Zukunft sicherer machen sollen. Mit dem bereits im Februar angekündigten Projekt „Drive Me – Selbstfahrende Autos für eine nachhaltige Mobilität“ geht der schwedische Autobauer Volvo jetzt einen großen Schritt voran.

Screenshot: Video/Volvo

Zusammen mit der schwedischen Verkehrsverwaltung und Verkehrsbehörde, der Chalmers Universität, des Wissenschaftsparks Lindholmen und der Stadt Göteborg sollen ab 2017 100 selbstfahrende Volvo XC90 im Berufsverkehr von Göteborg eingesetzt werden. Einzigartig ist an dem Vorhaben, dass die PKW von Familien und Pendlern im städtischen Straßenverkehr genutzt werden können.

„Durch autonomes Fahren werden unsere Straßen sicherer. Je früher wir die hierfür erforderlichen Techniken entwickeln und sie in unseren Fahrzeugen anbieten können, desto besser“, sagt Håkan Samuelsson, Präsident und CEO von Volvo Cars.

 

Die Schaltwippen am Lenkrad, das Display zeigt den befahrenen Streckabschnitt Foto: Volvo

Die Fahrzeuge sind mit Schaltwippen am Lenkrad ausgestattet. Befindet sich das Auto auf einem Straßenabschnitt, auf dem autonomes Fahren möglich ist, wird der Fahrer vom Bordcomputer informiert. Mit Hilfe der Schaltwippe kann dann der Selbstfahrmodus aktiviert werden. Am Ende des jeweiligen Straßenabschnitts fordert das System den Fahrer auf, die Kontrolle wieder zu übernehmen. Sollte der Fahrer abgelent sein und nicht reagieren, soll der Volvo nach Ablauf des Countdowns von selbst sicher zum Stehen kommen. Ein spannendes Pilotprojekt.

Entspannt zur Arbeit fahren. Foto: Volvo

Das Hauptargument der Befürworter dieser neuen Technologie ist die „Zukunft ohne Verkehrstote“. Laut Statistiken beruhen mehr als 90 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Todesfolge auf menschlichem Versagen. Die selbstfahrende Technik soll derartige Verkehrsituationen schneller erkennen und entschärfen. Wann die Sicherheitssysteme tatsächlich soweit entwickelt sind und das für die Kommunikation der Bordcomputer untereinander dafür notwendige „Netz der Dinge“, ein Daten-Nebel des Mobilfunkstandards 5G, zur Verfügung steht, weiss heute noch keiner. Und was passiert, wenn es dann tatsächlich noch Autofahrer geben sollte, die sich weigern das Lenkrad aus der Hand zu geben?

 

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