Auto der Zukunft: 3D-Drucker, Stoff und Papier

Man stelle sich mal unseren Autoverkehr voll automatisiert vor. Wir beschätigen uns während der Fahrt mit anderen Dingen, da unser Auto ja eigenständig und computergesteurt fährt. Durch die permanente Kommunikation der Fahrzeuge untereinander, ist dann das Unfallrisiko gleich Null, so jedenfalls die Hoffnung der Forscher. Das wiederum würde bedeuten, dass die Autos keine Knautschzonen mehr brauchen und statt Aufprallschutz mit Stoff und Papier ummantelt sind.

Foto: EDAG Engineering

Kaum vorstellbar? Genau zu dieser Frage haben die Deutschen Wirtschafts Nachrichten den Zukunftsforscher Thomas Strobel befragt:

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Welche Teile des Autos könnten künftig aus Stoff oder Papier bestehen?

Thomas Strobel: Für den Einsatz kommen besonders Bauteile in Frage, an denen Gewicht gespart werden soll. Das sind dann beispielsweise Karosseriebauteile wie Hauben für Motor oder Kofferraum, Kotflügel, Türen oder Stoßfänger. Aber auch hoch belastete Bauteile in den Bereichen von Trägern und Achsschenkeln können aus diesen Verbundwerkstoffen hergestellt werden, wie wir aus erfolgreichen Anwendungen in der Formel 1 und in im Flugzeugbau wissen. Ein weiteres breites Anwendungsfeld ergibt sich aus der denkbaren Funktionsintegration bei diesen Werkstoffen. So ist vorstellbar, dass mit leuchtenden Textil- oder Papierflächen der Innenraum beleuchtet wird und Schalter direkt in Bedienflächen realisiert werden. Lichtstimmung und Farbe des Interieurs können Sie dann vielleicht frei wählen. Bei Car Sharing bietet diese Technik den Vorteil, dass sofort beim Einsteigen der Innenraum an ein Wunschprofil angepasst werden kann, das Sie in ihrem Smart Phone gespeichert haben, das Sie ohnehin benötigen, um das Fahrzeug zu öffnen.

(Das komplette Interview kann man hier nachlesen...)

Das nachfolgende Video vom diesjährigen Genfer Autosalon zeigt uns, dass sich die Auto-Industrie schon mit dem Thema beschäftigt. So hat die Wiesbadener Firma EDAG Engineering einen Prototypen auf der Messe vorgestellt, bei dem das bionische Design bereits angewendet wurde. Das Gerippe kommt aus dem 3-Drucker und die flexible Stoffhülle wiegt lediglich 19 Gramm pro Quadratmeter. Zum Vergleich: handelsübliches Papier kommt auf 80 Gramm. Durch LEDs ausgeleuchtet, bekommt das Aussehen nicht nur ein futuristisches Aussehen, dies könnte der Kunde künftig dann per App vom Handy selbst auswählen und verändern. Ob der Cocoon und seine additive Fertigung jemals Alltag werden, bleibt jedoch sehr fraglich.

 

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