BP erhält erste Bohrrechte vor Grönland

BP hat nur 31/2 Jahre nach dem Verzicht auf ähnliche Pläne eine Lizenz für Bohrungen nach Öl und Gas vor der Küste nord-östlich von Grönland erhalten, das berichtet der Guardian auf seinem Online-Portal. Es ist die erste Konzession im Gebiet um Grönland. Greenpeace kommentierte, es sei unbegreiflich, dass eine Firma wie BP in einer solch fragilen Umgebung eine Bohrlizenz erhalte.

Franz Josef Fjord, Gletscher Foto: Jerzy Strzelecki/Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Nicht nur Greenpeace sieht durch die Bohrungen eine enorme Gefahr für das Ökosystem Arktis. Um Kollisionen mit Eisbergen zu verhindern, müssen hier Bohrplattformen mit großem technischen Aufwand gesichert werden. Bei einem Unfall wie dem Blowout der Plattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko wären die Folgen sehr viel verheerender.

"BP und unsere Partnern ENI und Dong Energy sind froh, dass wir im Block 8 nord-östlich von Grönland, einen Bereich von 2.630 Quadratkilometern zugesprochen bekommen haben", zitiert der Guardian einer Erklärung der BP. "Nord-Ost Grönland ist ein Langzeitprojekt und wir erwarten mehrere Jahre sorgfältiger Planung bevor diese herausfordernde und interessante Region erforscht werden kann. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem BMP (Greenland's bureau of mines and petroleum) und Partnern an der Entwicklung eines 2D-Seismik Arbeitsprogramms".

Die BP Bohrinsel Deepwater Horizont war im April 2010 explodiert und hatte über Wochen bis zu 4,9 Millionen Barrel Öl aus einem Leck in großer tiefe ins Wasser des Golfs gespült. Zur Eindämmung der Ölpest pumpte BP fast 8 Millionen Liter Chemikalien ins Meer - eine für Tausende Vögel, Fische und Säugetiere fatale Mischung. Wissenschaftler der National Oceanic and Atmospheric Administration der USA veröffentlichen jetzt ihre Studie, die belegt, dass die Katastrophe im Golf von Mexiko 2010 unter Meeresbewohnern doch größere Schäden verursacht. Der verantwortliche Ölkonzern BP hatte das immer bestritten.

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