„Die (fast) nackte Wahrheit über Uniformen“

Das war das Thema des 1. Dresdner Millennium Awards. Veranstaltet wurde der Wettbewerb vom Sukuma arts e.V., einem Verein, der sich seit 2007 für eine gerechte und nachhaltige Globalisierung einsetzt. „Sukuma“ bedeutet in der ostafrikanischen Verkehrssprache Swahili so viel wie „aufstehen“, „sich sträuben“ oder auch „anstacheln“. Und genau das wollen sie mit diesem Filmpreis: Den Näherinnen in Mazedonien eine Stimme geben und dabei helfen, die Öffentlichkeit über die genannten Misstände zu informieren.

Der Sieger-Spot

Sieger wurde der 30-jährige Oliver Wendisch aus Dresden. Seine Spot-Idee durfte er inzwischen mit Filmprofis und musikalischer Unterstützung der Band DIE ÄRZTE für die Kinoleinwand realisieren.

Der Hintergrund

Wo und unter welchen Bedingungen Uniformen und Arbeitskleidung produziert werden, bleibt im Dunkeln. Aktuelle Recherchen der „Clean Clothes Campaing“ in Mazedonien decken jedoch Ausbeutung direkt vor unserer Haustür auf.

Obwohl ein existenzsichernder Arbeitslohn in Mazedonien bei rund 625 Euro liegt, verdient eine Näherin von Berufsbekleidung mitten in Europa durchschnittlich gerade mal knapp 100 Euro im Monat. Gekauft und in Auftrag gegeben wird die Ware nicht nur von sächsischen Kommunen. Menschenrechte und ökologische Standards bleiben dabei auf der Strecke, sie finden in den Vergaberichtlinien für Kommunale Aufträge keine Berücksichtigung.

Dieses Interview wurde im April 2012 geführt (weitere findet man auf der Seite von "Sukuma"):

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