Frischluft im Baby-Käfig

Ein wenig wie der Affenkäfige im Zoo sieht es ja schon aus: In den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts waren die „Babycages“ vor allem in England bei Müttern beliebt. Sie waren der letzte Schrei in der damals modernen Erziehung – und vergrößerten die oft engen Stadtwohnungen um einen luftigen „Freisitz“. Damit konnten Eltern ihre Kleinen an die frische Luft und in die Sonne setzen, auch mitten in der Großstadt London. Als Spirtus rector dieser gesunden Erziehungs-Methode gilt der Arzt Luther Emmett Holt. Er empfahl „airing“ bereits 1890 in einem Buch - und Tausende Eltern machten mit.

Über den Straßen Londons: Baby mit Ausblick Foto: Wikimedia CC

Einzige Angst der Mütter war seinerzeit, ihre Toddler könnten sich erkälten. Holt wusste Rat: Er riet den jungen Eltern ohnehin dazu, den Nachwuchs lieber in kühlen Räumen zu beherbergen – warm angezogen könne nichts geschehen. Im Gegenteil: Die Kinder würden abgehärtet.

 

Alter Rat ist hoch modern: Er spart Energie

Noch bis in die 1950er-Jahre galt dies als gesunder Rat. Frische Luft verbessere den Appetitt der Kinder und ihre Gesichtsfarbe.

Heute erlebt die Holt'sche Idee ein Comeback. Wer seine Raumtemperatur drosselt, spart Energie und der Atmosphäre viel Kohlendioxid. Manchmal ist es eben doch richtig, sich an den Rat der Großmütter und -väter zu erinnern...

 

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