Die Welt retten: 13 Großmütter haben eine Vision

„Party for Everybody“ – erinnern Sie sich? Mit diesem Fetenhit begeisterten die Buranowskije Babuschki – sechs russische Omis – beim Eurovision Song Contest 2012 die Zuschauer in Baku und vor den Fernsehern in ganz Europa. Nun betreten wieder Großmütter die Bühne. Ihnen geht es aber nicht um die Erhaltung ihrer kleinen Dorfkirche. Nein! Sie wollen gleich die ganze Welt vor der Zerstörung durch – na klar – die Menschheit retten.

Foto: www.earth-oasis.de

Luft und Wasser sind vergiftet, nukleare Waffen und Abfälle bedrohen die Erde und ihre Bewohner. Geld regiert die Welt, Ausbeutung der Naturvölker und ihrer traditionellen Lebensweise ist gang und gäbe. Zeit, dass sich was ändert! So sehen das zumindest 13 indigene Großmütter aus verschiedenen Ländern und Traditionen. Und wo sie Recht haben, haben sie Recht.

Vom 19. bis 21. Juli 2013 treffen sich die Damen auf dem 1. Weltkongress Gesundheit, Bewusstsein & Heilung der Erde in Karlsruhe, um sich für eine gesunde, gerechte und nachhaltige Welt einzusetzen. Da soll mir bitte keiner mehr den Nobel- und Oscar-Preisträger George Bernard Shaw zitieren, der sagte: „Alte Leute sind gefährlich; sie haben keine Angst vor der Zukunft.“

 

Der Internationalen Rat der Großmütter

 

Visionen und Prophezeiungen führten 2004 dazu, dass 13 Frauen aus Nord-, Süd- und Zentralamerika, Afrika und Tibet den Internationalen Rat der Großmütter gründeten. Seit neun Jahren verbindet sie die Sorge um die Zukunft unseren Planeten, die Bewahrung der Schöpfung und der Wunsch nach weltweitem Frieden. Mit traditionellen Ritualen, spirituellen Gesängen und Gebeten sagen sie allem Schlechtem den Kampf an.

Aber lassen wir sie doch kurz selbst zu Wort kommen: „Wir versammeln uns,

… um unsere Kinder zu umsorgen, sie auszubilden und zu erziehen.

… um die Traditionen am Leben zu erhalten und das Recht, pflanzliche Medizin einsetzen zu dürfen, einzufordern.

… um das Land unserer Völker, worauf ganze Kulturen angewiesen sind, zu beschützen.

… um das kollektive Erbe traditioneller Heilmethoden zu erhalten und die Erde an sich zu verteidigen.

Wir glauben, dass die Lehren unserer Vorfahren uns den Weg durch eine unsichere Zukunft weisen werden

Wir schließen uns all jenen an, die die Schöpfung ehren und die für unsere Kinder, den Weltfrieden und die Heilung der Mutter Erde arbeiten und beten.“

 

Mutter Erde in Gefahr

 

Um einen besseren Eindruck von der Sache zu bekommen, lohnt sich ein Besuch auf der Internetseite www.earth-oasis.de. Esoterik-Liebhaber kommen dort voll auf ihre Kosten:

„Unsere Mutter Erde ist ein bewusstes, lebendiges und reaktionsfähiges Geschöpf, das sich mit der göttlichen Ordnung des Kosmos weiterentwickelt“, sagen die Großmütter. Die Erde selbst sei eine Göttin. Die Großmütter weinten, wenn sie davon sprechen, dass die heiligen Wasser zu verschmutzt sind, um von ihnen zu trinken, dass der Regenwald im Amazonas bald verschwunden sein wird, und wie viel von „Mutters Gesicht“ bereits zubetoniert oder mit Müll bedeckt wurde. Sie fühlen die Schmerzen der Erde, als wären es ihre eigenen, berichten die Autoren der Seite

 

Egal, ob man dem Glauben schenken möchte oder nicht, unbestritten bleibt die Tatsache, dass die Menschheit dem Planeten Erde nicht wirklich gut tut. „In weniger als 100 Jahren haben wir, getrieben von unserem Bedürfnis nach Reichtum, Bequemlichkeit und materiellen Gütern, die gewaltigen Ressourcen ausgebeutet und erschöpft und das empfindliche natürliche Gleichgewicht unseres Planeten durcheinander gebracht. Wir leben in völliger Missachtung und haben alle Demut vor der Schöpfung verloren“, beklagen die weisen Frauen.

Auch wenn ich persönlich nicht zu den Menschen gehöre, die sich für Räucherstäbchen, Meditation und grenzenlose Liebe – die natürlich automatisch zum Weltfrieden führt – begeistern kann, wünsche ich den Damen viel Erfolg bei ihrer Mission. Bühne frei für die Generation 60plus!

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Irene Häring
01-12-13 21:14:
Jeder gute und friedvolle Gedanke und jedes Gebet für den Frieden der Menschen mit der Schöpfung ist wert- und sinnvoll. Danke diesen Frauen für Ihren Dienst!
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Irene Häring
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