Hamburg: Haus mit Algen-Fassade

Im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg finden derzeit die Baumaßnahmen zu einem der innovativsten Projekte in der Entwicklung von Passivhäusern statt. Es ist eines der Vorzeigeprojekte zur Verwendung neuer und intelligenter Baustoffe auf der Internationalen Bauausstellung in Hamburg.

 

Foto: IBA Hamburg

Das moderne Wohnhaus kleidet sich an zwei Fassadenseiten mit einem grünen Algen-Gewand. Genauer handelt es sich um Mikroalgen, die in Glaselementen gezüchtet werden und fundamentaler Bestandteil des weltweit ersten Gebäudes mit einer Bioreaktorfassade sind. Die Mikroalgen nehmen durch die Photosynthese mit Hilfe von Lichtenergie CO2 auf. Die dabei produzierte Wärme steht dem Gebäude über Wärmeaustauscher direkt als Heizenergie zur Verfügung, während die geerntete Algenmasse in einer externen Anlage in Biogas umgewandelt wird. Zusätzlich dienen die Bioreaktoren der Lichtsteuerung und Beschattung, dem Wärme- und Kälteschutz sowie dem Schallschutz. Ergänzt wird die Energieversorgung des Hauses durch Photovoltaik, Geothermie und Fernwärme.

 

 

Foto: IBA Hamburg

Die Fertigstellung des Wohnhauses ist für Ende März des Jahres 2013 geplant. Ob das Algen-Haus in Wilhelmsburg im modernen Gebäudebau als wegweisend gelten kann, wird sich noch zeigen. Sicher ist, dass innovative Ideen wie diese es wert sind, gefördert zu werden und die Diskussion um die Nachhaltigkeit im Gebäudebau weiter anregen.

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