Insekten-Burger jetzt auch in Europa hoffähig

In Amerika schon länger ein Trend, in anderen Teilen der Welt alltäglicher Bestandteil der Speisekarte - Insekten als Nahrungsmittel. In Groningen, im Norden der Niederlande, gibt es ab sofort Fast-Food und Snacks aus Mehlwürmern, Heuschrecken und Mottenlarven. Im Supermarkt werden die Mehlwürmer, Burger aus Buffalo-Würmern und knusprige Wachsmottenlarven, wahlweise mit Salz oder Paprika gewürzt, in einem extra dafür eingerichteten Kochstudio zubereitet.

Gegrillte Mehlwürmer Foto: Wikimedia/gf

„In dem wir die Kunden hier kosten lassen, helfen wir ihnen über die Schwelle,“ begründet der Leiter des Supermarkts die Kochaktion im Radiointerview des Deutschlandfunks. Bisher nur in zwei Filialen im Regal, sollen bis Anfang 2015 alle 400 Jumbo-Märkte mit den für uns westliche Verbraucher noch ungewohnten Lebensmitteln bestückt werden.

"Essbare Insekten sind nicht nur gesund. Sie sind auch nachhaltig und helfen, versiegende Lebensmittelressourcen zu schonen", wird die Jumbo-Sprecherin Laura Valks in der Süddeutschen zitiert.

Etwa 2 Milliarden Menschen essen laut FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN) bereits Insekten. Wie nachhaltig, zeigen folgende Zahlen der FAO : Um ein Pfund Rindfleisch zu erzeugen, werden 11.000 Liter Wasser, 25 Pfund Futter und große Weideflächen benötigt. Ein Pfund Grillen bekommt man dagegen schon mit knapp vier Litern Wasser, zwei Pfund Futter und einer kleinen Zuchtfläche.

"Ein paar Insekten zu essen ist so, als würde man ein Multivitamin einnehmen", zitiert die Welt Patrick Durst von der FAO, der an einer Studie zur kommerziellen Insektenzucht in Thailand mitgearbeitet hat. 170 Gramm Grillen enthielten zum Beispiel 60 Prozent weniger gesättigte Fettsäuren und doppelt so viel Vitamin B-12 wie die gleiche Menge Rinderhackfleisch. Die Bauern müssten keine Antibiotika einsetzen und fütterten die Insekten auch nicht mit toten Tieren.

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Interview Deutschlandfunk

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