Nein zu Patenten auf Menschenaffen!

Proteste gegen Patent auf Menschenaffen: Ihre DNA ist mit der unseren zu fast 99 Prozent identisch. In ihrer ausdrucksstarken Mimik und Gestik sind sie uns so ähnlich, dass die Einräumung von Grundrechten für Schimpanse & Co bereits zum Thema manch einer hitzigen Debatte wurde.

Foto: Wikimedia commons/Thomas Lersch

Leider gibt es auch die Kehrseite: Aktuell bemüht sich die US-amerikanische Firma Altor darum, ein Patent auf genetisch veränderte Menschenaffen durchzusetzen. Deren Immunsystem ist dem des Menschen nun so ähnlich, dass sich die Unternehmer erfolgreiche Medikamententests an den Tieren versprechen.

 

Patente sind Horrorszenario für Tierschützer

 

Erfolgreich - fragt sich nur, für wen. Für Jane Goodall ist allein die Vorstellung, dass „eine Firma in einem Menschenaffen nur ein technisches Instrument sieht", ein Horrorszenario. „Wenn wir das jetzt zulassen, werden die Menschen in Zukunft fragen: Wie konntet ihr nur?!“, so die bekannte Schimpansenforscherin, die die Tiere jahrelang in freier Wildbahn beobachtete.

 

Ihre und andere Verhaltensforschungen legen nahe, dass Menschenaffen, insbesondere Schimpansen und Bonobos, nicht nur leidensfähig sind, sondern auch über ein menschenähnliches Bewusstsein verfügen. „Das zeigt, dass der Umgang mit Menschenaffen besonders hohen ethischen Standards unterliegen muss. Das Europäische Patentamt (EPA) verstößt mit seinen Entscheidungen gegen grundsätzliche ethische Grenzen“, kritisiert Prof. Christophe Boesch von der Wild Chimpanzee Foundation.

 

Auch Sie können helfen- unterschreiben Sie noch heute!

 

Das EPA hat im Jahr 2012 insgesamt drei Patente für Schimpansen vergeben, eines davon für die Firma Altor. Bereits im November 2012 war gegen eines der Patente Einspruch eingelegt worden, ein weiterer Einspruch soll im Mai 2013 folgen. Insgesamt 13 Organisationen aus Deutschland, England und der Schweiz fanden sich zum Protest zusammen, darunter der Deutsche Tierschutzbund, das Jane Goodall Intitut und Pro Wildlife. Der Protest wird sich auch gegen die aus Sicht der Patentgegner „inkonsequente“ Sichtweise der Einschränkung von Tierversuchen an Menschenaffen bei gleichzeitiger Gewähr von Patenten richten. Eine entsprechende Stellungnahme hatte das mit Altor kooperierende Unternehmen Genentech abgegeben.

 

Das EPA hatte schon früher mit freigegebenen Patenten auf Brokkoli und Gurken für Schlagzeilen und Proteste gesorgt. Auch Sie können etwas gegen die „Versachlichung“ von Schimpansen bei der Patentvergabe tun - noch heute! Jede Unterschrift zählt!

 

 

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