Laubsauger saugen laut nicht nur Blätter auf

Lautes aufräumen mit Laubsaugern oder Laubbläsern führt zu Gesundheits-, Natur- und Umweltschäden!

 

Kastanien am Boden Foto: Tilo Hauke (CC Wikimedia)

Wenn goldene Blätter fallen

Kinder Kastanien sammeln

Laubbläser dröhnen,

dann ist Herbst.

 

 

Moment mal, da stimmt doch was nicht, oder?

Ach ja, bei dem ohrenbetäubenden Lärm ist es schier unmöglich, einen passenden Reim zu finden. Oder auch noch genug Kastanien, Bucheckern, Blätter und was die Kinder sonst noch so brauchen für ihre Herbstbasteleien. Nicht nur die Kinder in den Parks und Gärten in immer mehr Städten, ja sogar auf dem Lande, kommen in den letzten Jahren immer öfter zu kurz. Viel schlimmer ergeht es der bodennahen Tier- und Pflanzenwelt und all denen, die von und mit ihr leben.

 

Es ist nicht nur der ohrenbetäubende Lärm, der laut dem Umweltbundesamt in Dessau (UBA) zwischen 80 und 100 Dezibel betragen kann, so laut wie ein Presslufthammer. Bereits 60 Dezibel können die Gesundheit beeinträchtigen. "Von einem Laubbläser wird man noch nicht krank", sagt Lärmexperte Thomas Myck vom UBA, "aber belästigt." Als Mensch im Park kann man sich alternativ Kopfhörer aufsetzen und über diese altbekannte Herbstlieder anhören.

 

Laubbläser Foto: Bobak HàEri (CC Wikimedia)

Aber was geschieht eigentlich mit der Tier- und Pflanzenwelt, die den Laubsaugern und Laubbläsern schutzlos ausgesetzt sind?

Die Nutzung der Laubbläser zerstört den Lebensraum vieler Kleintiere. Ohne Laub keine Nährstoffe. Es kann kein Humus gebildet werden, in dem sich wiederum Larven und Insekten als Futter für Vögel und andere Kleintiere ansiedeln.

Natur- und Umweltschutzverbände, wie der BN nehmen da kein Blatt vor den Mund, sie sagen deutlich wie es ist: „Den Tieren der Bodenschicht, die wichtige ökologische Funktionen übernehmen, lassen Laubbläser & Co keine Chance. Sie werden verblasen oder mit eingesaugtem Laub zerhäckselt. Tiere, die überleben, finden sich in einem zerstörten Lebensraum wieder. Denn neben den Blättern werden lockerer Oberboden, Humusteile und kleine Pflanzenreste gleich gründlich mit entfernt.“ So auch Ilka Bodmann vom Naturschutzbund Hamburg (NABU) "Schlimmer noch sind die Geräte mit Häckselfunktion. Frösche, Igel, Spinnen, Vogeljunge, Regenwürmer, sie werden mit den Blättern von den Maschinen zerstückelt wieder ausgespuckt.“

 

Hinzu kommt noch, dass die Motoren auch noch große Mengen an Schadstoffen in die Luft blasen. 200-mal so viele unverbrannte Kohlenwasserstoffe wie ein PKW mit geregeltem Katalysator stößt ein Laubbläser aus. Außerdem kann Feinstaub, der ursprünglich von Reifen, Bremsen und Dieselruß stammt, von Straßen und Wegen erneut aufgewirbelt werden. Dieser wirkt krebserregend.

Laut einer Studie der Technischen Universität Graz von 2013 wirbelt der Laubbläser beim Säubern von Straßen sechs- bis zehnmal so viel Feinstaub auf wie ein einfacher Besen.

Seit dem 1. Oktober darf in der österreichischen Stadt Graz und einigen umliegenden Regionen nur noch mit der Hand geharkt und gefegt werden. Die lauten Geräte seien "im gesamten Stadtgebiet von Graz und Leibnitz sowie im Gemeindegebiet von Kaindorf an der Sulm ganzjährig verboten", heißt es in dem Beschluss. Wer trotzdem zur Maschine greift, muss bis zu 7250 Euro Bußgeld zahlen.

In vielen Städten, wie Hamburg, Augsburg, München und Stuttgart satteln die Stadtreinigungsbetriebe teilweise auf leisere Akkugeräte um. Die machen zwar weniger Lärm. Die Bedrohung für Flora und Fauna bleibt jedoch bestehen.

 

Eichhörnchen im Herbst Foto: Dellex (CC Wikimedia)

Da hilft doch nur noch eins: wir dichten ein bekanntes Kinderlied einfach um: „Auf die Bäume ihr Affen, der Wald wird gesaugt, der Wald wird gesaugt…und vergesst nicht, Mundschutz und Kopfhörer auf….

Laut BN- Kreisgruppe München gibt es eine bessere Lösung: „Oftmals sind die klassischen Besen oder Rechen sogar noch schneller, gerade wenn es um kleinere und mittlere Flächen geht. Und für unseren Körper ist die Arbeit mit dem Rechen auch besser: Krankenkassen bestätigen, dass die dynamische Belastung beim Laub rechen gesünder ist, als die statische Belastung beim Halten eines Laubbläsers.“

Viele Gartenbesitzer, Hausmeister und Hausverwaltungen sind hierzulande fest davon überzeugt, dass ein Grundstück oder Garten ordentlich aufgeräumt sein muss. Dabei wird leider all zu oft übersehen, dass all das welke Grün, welches im Herbst geschnitten, gekehrt, verblasen und weggeworfen wird, nur dem Grundstück schadet. Es kann kein neuer Humus gebildet werden und den Tieren und Pflanzen wird jeglicher Schutz genommen.

Natürlich muss das Laub so entfernt werden, dass niemand darauf ausrutscht, aber bitte mit dem Rechen oder Besen. Falls in ihrer Umgebung der ein oder andere dann doch zum Laubbläser greift, so muss er sich an die gesetzlichen Regelungen der Benutzerzeiten halten, die im Bundesimmissions-Schutzgesetz festgehalten sind: In Wohngebieten zwischen 9 und 13 Uhr sowie zwischen 15 und 17 Uhr; an Sonn- und Feiertagen gar nicht.

Für alle die, deren Hausmeister oder Nachbarn vor lauter „Blasmusik“ nicht mehr zuhören können, hat der BN-Kreisgruppe München einen sehr nützlichen Musterbrief verfasst.

 

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Rene
03-06-16 17:00:
Es ist wie überall, es gibt keinen Mittelweg. Die einen meckern es ist zu laut, die anderen sagen es ist zu dreckig, weil Laub auf dem Gehweg liegt. Aber mit dem Besen wegfegen will es auch keiner. Auch keiner von denen, die nur am meckern sind.
Privat tut es da vielleicht ein Laubsauger, der eine Nummer kleiner ist, http://sparen-online.com .
Verzichten möchte ich aber auch nicht darauf
Maria
08-03-16 11:32:
Sehr guter Artikel. LG, Maria von http://laubsaugertest.net
Elke Wagner
02-12-15 12:52:
Mein Hals wird grad immer dicker, diese lauten Laubsauger sind bei mir in München grad wieder voll im Einsatz und machen mich total aggressiv. Nicht nur die Lautstärke, sondern, was man damit den Tieren und dem Boden antut. Und an die Häckselmaschine darf ich gar nicht erst denken. Was bilden wir Menschen uns eigentlich ein, es uns einfach nur erleichtern zu wollen, ohne Rücksicht auf Verluste. Es wird höchste Zeit, dass unsere Gattung von dieser wunderschönen Erde verschwindet. Jedenfalls ein Großteil, nämlich die hirnlosen Menschen denen es egal ist, was wir den folgenden Generationen hinterlassen. Sorry, aber ich bin gerade so was von wütend!!!
andy
30-10-15 23:13:
hey freunde des lärms ! ^^ ich bin selbst hausmeister und muss sagen ich benutze selbst jeden tag laubbläser und ander terror geräte aber dafür kann ich leider nichts oder die leute die diese geräte benutzen ! ich würde ja gerne die alternative zum elektro (akku gerät) nehmen aber diese sind leider viel ciel zu teuer ein akku gerät was gute langlibige technick besitzt kostet alles in allem 5000-6000 euro ! falls diese geräte mal erschwinglich werden sollten für klein unternehmer dann wird man von meinen maschinen kein lärm mehr hören ! ;)
und seid mal bitte alle ganz ehrlich würdet ihr flächen von 200-400m und sehr große parkplätze kehren wollen wen ja ich suche gerne unterstützung ^^ und spenden für die akku geräte nehme ich gerne an
TJ
11-06-15 11:53:
Wohne auch in einer Wohnung der GEWOBA Bremen. Die Gärtner der GEWOBA setzen diese verfluchten Laubbläser ja zu jeder Jahreszeit ein! Jetzt sogar im Sommer! Wozu? Um 'n paar Krümmel wegzublasen? Oder diese dämlichen Kantenschneider! Die Rasenflächen sehen hier schon aus wie 'ne Wüste, aber nein es müssen ja noch die "10 Meter" langen Grashalme abgesägt werden! Auch wieder mit infernalischem Lärm! Wann zum Geier werden diese Krawallteile ENDLICH verboten? Zumal Bremen doch sonst immer auf Öko macht!
Aufbruch Bremen Doris De Cruz
04-02-15 11:51:
Diesen Artikel gebe ich an die GEWOBA Hausverwaltung hier in bremen:
deren Gärtner nerven zu jeder Jahreszeit und arbeiten ohne Staubschutzmaske: die Natur, die Bürger und der Tätige sind gleichermassen betroffen. Nicht jede Neuerfindung ist gut und nützlich!
Nina
29-11-14 22:28:
Oft habe ich mich gefragt, wie passt der Laubbläser eigentlich in unsere Gesellschaft, in der sehr lange daran geforscht wurde, PKWs leiser zu machen, Schallschutzwände aufzubauen, Staubsauger auf 900W zu begrenzen oder die Glühbirne zu verbieten. Wie passt dort ein Gerät hinein, dass nicht nur komplett unökologisch ist, sondern auch noch in einem hohen Maß die Umwelt und Menschen in der Umgebung schädigt, nicht nur durch Zerstörung von Lebensraum, sondern auch durch Abgase und entsetzlich übertrieben großen Lärm?
Ein Verschwörungstheoretiker könnte auf die Idee kommen, dass dies ein Test ist: Wie viel lassen sich die Menschen eigentlich gefallen, wenn man mit wirtschaftlichen Zwängen argumentiert? Selbst wenn das nur Scheinargumente sind? Wie lange dauert es, bis die ersten Menschen sich mit Gewalt wehren, weil die Politik völlig untätig bleibt? (Siehe Eschweiler)
Aber so weit wollen wir mal nicht gehen. Es ist eine Pseudo-Arbeitserleichterung.
Zugegeben: Der Laubbläser ist eine tolle Hilfe, WENN man die Rasen- oder Gehwegflächen derartig klinisch rein halten möchte, dass man davon essen könnte. WER will das? Eigentlich niemand. Das ist ein künstlicher Anspruch derer, die diese Flächen bewirtet, der nur dadurch entstanden ist, weil es GEHT, NICHT weil es notwändig oder verlangt wäre. Völlig ausreichend wäre ein einigermaßen laubfreier Gehweg. Dann würde ein Besen ausreichen. Aber das würde auch bedeuten, dass es keinen Grund mehr gäbe, dieses wunderbare Krawallspielzeug mit dem "tollen Sound" einzusetzen unter dem Vorwand "wichtige Arbeit" auszurichten - die es ja nicht wirklich ist, zumindest in dem übertriebenen Maße und vor allem bei dieser eklatanten Unverhältnismäßigkeit: Klinisch reiner Gehweg/Rasen vs. Umwelt- und Gesundheitsschäden.
Wie war das andere Argument der Lärmliebhaber? "Geht schneller", "Sind doch nur 30 Minuten". 1. Nein. Jemand, der versucht, eine klinisch reine Garageneinfahrt zu erreichen, verbringt gerne mal über 1 Stunde auf einer Fläche von vielleicht gerade mal 100qm. Und auch ein Problem: JEDER nutzt mittlerweile den Laubbläser für ALLES mögliche. D.h. es sind niemals nur "30 Minuten einmal in der Woche", sondern 2 Stunden vom Nachbarn links, danach 1 Stunde vom Nachbarn vorne, 1 Stunde von der Stadtreinigung, und da man die Dinger teilweise über einen Kilometer weit höhren kann, liegt fast immer ein mehr oder weniger störendes Röhren in der Luft, so dass es fast schon eine permanente Lärmkulisse geworden ist.
Jeder dieser Nutzer denkt sich aber "Wieso, ICH nutze das Ding nur einmal in der Woche". Aber in der Masse übebrsteigt die Häufigkeit und Dauer der Nutzung dieser Geräte das erträgliche Maß.
Also sehr gerne entweder verbieten (damit wären auch die ökologischen Schäden begrenzt) oder Maximalwerte für Emissionen (Lärm, Feinstaub und Abgase) auf für Mensch und Umwelt verträgliche Werte festsetzen und vor allem(!) kontrollieren und Strafen durchsetzen.
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Rene
03-06-16 17:00:
Es ist wie überall, es gibt keinen Mittelweg. Die einen meckern es ist zu laut, die anderen sagen es ist zu dreckig, weil Laub auf dem Gehweg liegt. Aber mit dem Besen wegfegen will es auch keiner. Auch keiner von denen, die nur am meckern sind.
Privat tut es da vielleicht ein Laubsauger, der eine Nummer kleiner ist, http://sparen-online.com .
Verzichten möchte ich aber auch nicht darauf
Maria
08-03-16 11:32:
Sehr guter Artikel. LG, Maria von http://laubsaugertest.net
Elke Wagner
02-12-15 12:52:
Mein Hals wird grad immer dicker, diese lauten Laubsauger sind bei mir in München grad wieder voll im Einsatz und machen mich total aggressiv. Nicht nur die Lautstärke, sondern, was man damit den Tieren und dem Boden antut. Und an die Häckselmaschine darf ich gar nicht erst denken. Was bilden wir Menschen uns eigentlich ein, es uns einfach nur erleichtern zu wollen, ohne Rücksicht auf Verluste. Es wird höchste Zeit, dass unsere Gattung von dieser wunderschönen Erde verschwindet. Jedenfalls ein Großteil, nämlich die hirnlosen Menschen denen es egal ist, was wir den folgenden Generationen hinterlassen. Sorry, aber ich bin gerade so was von wütend!!!
andy
30-10-15 23:13:
hey freunde des lärms ! ^^ ich bin selbst hausmeister und muss sagen ich benutze selbst jeden tag laubbläser und ander terror geräte aber dafür kann ich leider nichts oder die leute die diese geräte benutzen ! ich würde ja gerne die alternative zum elektro (akku gerät) nehmen aber diese sind leider viel ciel zu teuer ein akku gerät was gute langlibige technick besitzt kostet alles in allem 5000-6000 euro ! falls diese geräte mal erschwinglich werden sollten für klein unternehmer dann wird man von meinen maschinen kein lärm mehr hören ! ;)
und seid mal bitte alle ganz ehrlich würdet ihr flächen von 200-400m und sehr große parkplätze kehren wollen wen ja ich suche gerne unterstützung ^^ und spenden für die akku geräte nehme ich gerne an
TJ
11-06-15 11:53:
Wohne auch in einer Wohnung der GEWOBA Bremen. Die Gärtner der GEWOBA setzen diese verfluchten Laubbläser ja zu jeder Jahreszeit ein! Jetzt sogar im Sommer! Wozu? Um 'n paar Krümmel wegzublasen? Oder diese dämlichen Kantenschneider! Die Rasenflächen sehen hier schon aus wie 'ne Wüste, aber nein es müssen ja noch die "10 Meter" langen Grashalme abgesägt werden! Auch wieder mit infernalischem Lärm! Wann zum Geier werden diese Krawallteile ENDLICH verboten? Zumal Bremen doch sonst immer auf Öko macht!
Aufbruch Bremen Doris De Cruz
04-02-15 11:51:
Diesen Artikel gebe ich an die GEWOBA Hausverwaltung hier in bremen:
deren Gärtner nerven zu jeder Jahreszeit und arbeiten ohne Staubschutzmaske: die Natur, die Bürger und der Tätige sind gleichermassen betroffen. Nicht jede Neuerfindung ist gut und nützlich!
Nina
29-11-14 22:28:
Oft habe ich mich gefragt, wie passt der Laubbläser eigentlich in unsere Gesellschaft, in der sehr lange daran geforscht wurde, PKWs leiser zu machen, Schallschutzwände aufzubauen, Staubsauger auf 900W zu begrenzen oder die Glühbirne zu verbieten. Wie passt dort ein Gerät hinein, dass nicht nur komplett unökologisch ist, sondern auch noch in einem hohen Maß die Umwelt und Menschen in der Umgebung schädigt, nicht nur durch Zerstörung von Lebensraum, sondern auch durch Abgase und entsetzlich übertrieben großen Lärm?
Ein Verschwörungstheoretiker könnte auf die Idee kommen, dass dies ein Test ist: Wie viel lassen sich die Menschen eigentlich gefallen, wenn man mit wirtschaftlichen Zwängen argumentiert? Selbst wenn das nur Scheinargumente sind? Wie lange dauert es, bis die ersten Menschen sich mit Gewalt wehren, weil die Politik völlig untätig bleibt? (Siehe Eschweiler)
Aber so weit wollen wir mal nicht gehen. Es ist eine Pseudo-Arbeitserleichterung.
Zugegeben: Der Laubbläser ist eine tolle Hilfe, WENN man die Rasen- oder Gehwegflächen derartig klinisch rein halten möchte, dass man davon essen könnte. WER will das? Eigentlich niemand. Das ist ein künstlicher Anspruch derer, die diese Flächen bewirtet, der nur dadurch entstanden ist, weil es GEHT, NICHT weil es notwändig oder verlangt wäre. Völlig ausreichend wäre ein einigermaßen laubfreier Gehweg. Dann würde ein Besen ausreichen. Aber das würde auch bedeuten, dass es keinen Grund mehr gäbe, dieses wunderbare Krawallspielzeug mit dem "tollen Sound" einzusetzen unter dem Vorwand "wichtige Arbeit" auszurichten - die es ja nicht wirklich ist, zumindest in dem übertriebenen Maße und vor allem bei dieser eklatanten Unverhältnismäßigkeit: Klinisch reiner Gehweg/Rasen vs. Umwelt- und Gesundheitsschäden.
Wie war das andere Argument der Lärmliebhaber? "Geht schneller", "Sind doch nur 30 Minuten". 1. Nein. Jemand, der versucht, eine klinisch reine Garageneinfahrt zu erreichen, verbringt gerne mal über 1 Stunde auf einer Fläche von vielleicht gerade mal 100qm. Und auch ein Problem: JEDER nutzt mittlerweile den Laubbläser für ALLES mögliche. D.h. es sind niemals nur "30 Minuten einmal in der Woche", sondern 2 Stunden vom Nachbarn links, danach 1 Stunde vom Nachbarn vorne, 1 Stunde von der Stadtreinigung, und da man die Dinger teilweise über einen Kilometer weit höhren kann, liegt fast immer ein mehr oder weniger störendes Röhren in der Luft, so dass es fast schon eine permanente Lärmkulisse geworden ist.
Jeder dieser Nutzer denkt sich aber "Wieso, ICH nutze das Ding nur einmal in der Woche". Aber in der Masse übebrsteigt die Häufigkeit und Dauer der Nutzung dieser Geräte das erträgliche Maß.
Also sehr gerne entweder verbieten (damit wären auch die ökologischen Schäden begrenzt) oder Maximalwerte für Emissionen (Lärm, Feinstaub und Abgase) auf für Mensch und Umwelt verträgliche Werte festsetzen und vor allem(!) kontrollieren und Strafen durchsetzen.

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