Leben ohne Plastik - Das Experiment

Seit geraumer Zeit gibt es ja die Diskussion über die Weichmacher im Plastik und ihre schädlichen Wirkungen auf unsere Gesundheit. Vor allem bei nassen und fetthaltigen Lebensmitteln können die gefährlichen Stoffe, wie Phthalate, Bisphenol A oder Flammschutzmittel, in unsere Nahrung gelangen. Aber auch in vielen, wenn nicht sogar den meisten, Gegenständen unseres täglich Lebens sind diese Gifte enthalten.

"In Kunststoffen sind Stoffe, von denen wir wissen oder befürchten, dass sie die Fruchtbarkeit stören können, aber auch die Entwicklung. Das Verhalten und der Stoffwechsel können ebenfalls gestört werden und etwa Fettleibigkeit, Diabetes oder Allergien fördern," so die Toxikologin am Umweltbundesamt, Dr. Marike Kolossa.

Grund genug für die Wissenschaftlerin ein Experiment zu starten:

Eine siebenköpfige Familie aus Hamburg lebt vier Wochen lang ohne Plastik. Vorher und nachher werden alle Familienmitglieder auf bestimmte Schadstoffe im Körper untersucht. 50 Kisten werden gepackt und für vier Wochen eingelagert. Neben Plastik Schüsseln, Löffeln, Tellern zählen auch moderne Kommunikationsmittel und alles, was im Kühl- und Vorratsschrank mit Plastik verpackt ist bis hin zu Gläsern mit Schraubverschlüssen dazu. Danach ist das Haus um einiges leerer.

Die Ergebnisse sind verblüffend: Bei einigen Familienmitglieder konnte die Schadstoffkonzentration im Körper um 30 bis zu 80% des Ausgangswertes minimiert werden. Bei 3 Giftstoffen war der Wert so niedrig, dass sie eigentlich nicht mehr nachgewiesen werden konnten. Frau Dr. Kolossa sagt dazu: "Ich bin vom Ergebnis begeistert, weil das ja auch eine Rechnung mit vielen Unbekannten ist".

Bleibt für mich die Frage, wie weit unser derzeitges Leben tatsächlich ohne Plastik funktionieren könnte. Diese Frage stand auch für die Protagonisten am Ende dieses Experiments. Sie wollen auf jeden Fall noch bewußter mit diesen Dingen umgehen als bisher. Interessant ist das Ergebnis: eine Reduzierung der Giftstoffe im Körper von bis zu 80% und das nach nur 4 Wochen. Weniger Plastik sollte jedenfalls möglich und erstrebenswert sein.

Weitere Infos zu diesem Thema gibt es beim Umweltbundesamt und unter ard.de.....

Die Reportage findet Ihr in der Mediathek der ARD:

 

Foto: Screenshot ARD-Reportage
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barthle, hubert
22-11-14 09:27:
Ohne Plastik könnte ich diesen Kommentar schon nicht schreiben!!!
Trotzdem muss jeder einzelne für sich entscheiden, ob er sich weiterhin bequem verhält ohne nach zu denken.
Auch ich lebe in diesem Zwiespalt - Hilfe von der Politik darf man ja kaum erwarten.
Information ist ein erster schritt! Weiter so!
Hubert Barthle
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barthle, hubert
22-11-14 09:27:
Ohne Plastik könnte ich diesen Kommentar schon nicht schreiben!!!
Trotzdem muss jeder einzelne für sich entscheiden, ob er sich weiterhin bequem verhält ohne nach zu denken.
Auch ich lebe in diesem Zwiespalt - Hilfe von der Politik darf man ja kaum erwarten.
Information ist ein erster schritt! Weiter so!
Hubert Barthle

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