Stellvertreter-Protest

Sie „ist 41 Jahre alt, hat zwei Kinder und ein Haus“. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschreibt das Leben einer „freiberuflichen Aktivistin“: Jutta Sundermann „hatte noch nie in ihrem Leben einen festen Job, stattdessen engagiert sie sich Vollzeit gegen Gentechnik, Atomkraft oder das Finanzkapital.“ Und sie protestiert im Auftrag. Ihr Job: Protestlerin. Ihre Auftraggeber bezahlen sie für spektakuläre Aktionen.

 

Foto: Bewegungsstiftung

global° kennt Frau Sundermann. Gemeinsam engagierten wir uns mit anderen vor über 20 Jahren für mehr Kinderrechte. Damals hielt global°, Juttas Engagement bereits für extrem, sie stritten durchaus über den richtigen Weg, den „Stimmen der Kinder Gehör zu verschaffen“. Aber wir rauften uns immer wieder zusammen – das Anliegen war wichtiger.

Wie heute. Meist überraschend, manchmal kreativ. Laut, manchmal schrill sind ihre Spektakel. Aber mit Wirkung: Die Medien berichten, wenn sie bei Hauptversammlungen die Bühne stürmt oder Reden mit der Trillerpfeife stört. Dafür lässt sich die Aktivistin bezahlen.

global° fragt sich dennoch, ob Stellvertreter-Protest, zumal bezahlter, der richtige Weg ist, seine Meinung zu sagen?

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