Unfälle und Verletzungen im Schulalltag

Ein Problem, dass viele Eltern über die Schulzeit ihrer Kinder hin begleitet. Aber wie lassen sich Unfälle im Schulalltag vermeiden? Zur Beantwortung dieser Frage führte ein Team des Forschungszentrums Demografischer Wandel (FZDW) der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) eine Studie durch. Im Rahmen des Projekts „Gesundheitsverhalten und Unfallgeschehen im Schulalter“ (GUS) wurden im Schuljahr 2014/15 knapp 11.000 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 befragt.

Ziel der Untersuchung ist es, Erkenntnisse über Ursachen von Unfällen und Verletzungen im schulischen Alltag zu gewinnen, die dann in einer Unfallprävention Berücksichtigung finden sollen. Insgesamt nahmen 590 Schulklassen aus 148 Schulen in elf Bundesländern an der Studie teil.

Ergebnis: Jedes vierte Schulkind hat sich während der letzten 12 Monate mindestens einmal verletzt und ist behandelt worden. Die meisten Schulunfälle ereigneten sich auf dem Schulhof (36,7%), im Sportunterricht (32,3%) und im Schulgebäude (12,4%). Mehr als die Hälfte (55,4%) aller Verletzungen waren Verstauchung, Prellung oder Zerrung.

Schülerunfälle nach Art der Einrichtung 2013 Grafik: Screenshot/DGUV

Ein sehr interessantes Ergebnis ist, dass in einigen wenigen Schulen nur rund 10 Prozent der Fünftklässler verunfallten, während sich an anderen Schulen mehr als jedes dritte Schulkind verletzte. Ein Grund dafür scheint sowohl der bauliche Zustand der jeweiligen Schule, als auch sehr oft das Wohlbefinden der Kinder in der Schule bzw. Schulklasse zu sein. So gaben mehr als 30 Prozent der Schulkinder mit Verletzungen an, sich von ihren Mitschülern nicht akzeptiert zu fühlen.

„Dies deutet auf einen Zusammenhang zwischen Mobbing und Verletzungsgefahr hin. Programme zur Bekämpfung von Mobbing an Schulen scheinen daher auch helfen zu können, Unfälle zu vermeiden“, so Prof. Dr. Andreas Klocke vom FZDW.

Die nächste Befragungswelle ist schon in Vorbereitung und soll bis zur zehnten Jahrgangsstufe jährlich wiederholt werden. Aus den gesammelten Ergebnissen hofft sich man dann Muster und Ursachen von Unfällen besser erkennen und verstehen zu können. Gefördert wird das GUS-Projekt durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV).

Weitere Informationen zur Studie: www.fzdw.de/gus

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