Wasser ist weltweit eine seltene Ressource

Hochwasser in Deutschland, kein Wasser mehr in Nairobi: Während in vielen Gegenden Deutschlands die Feuerwehr Keller und Wohnungen leer pumpen muss, versiegen in Afrika die Brunnen - und Millionen Menschen sitzen auf dem Trockenen und dürsten. In Kenyas Hauptstadt Nairobi versiegt im September der letzte Tropfen - obwohl Wasser bereits seit dem 1. Januar 2017 rationiert ist.

Screenshot: grist.org/shutterstock

Eine Katastrophe hier wie dort. Währernd in den deutschen Überflutungsregionen Tausende um ihr Hab und Gut bangen, fürchten in Afrika allerdings viele um ihr Leben. Allein in der 3,4 Millionen Einwohner Stadt Nairobi dürften die leergepumpten Vorräte schlimme Folgen haben. Darüber berichtet das Portal inhabitat.com. Das ehemalige Sumpfgebiet, auf dem die Metropole Kenyas wuchs, ist längst nur noch staubige Erde, bedeckt von wuchernden Slums und verkehrsreichen Straßen.

Während wir in Deutschland über den nassen Sommer schimpfen, rackern sich in weiten Teilen der Erde über 2 Milliarden Menschen ab. Sie haben kein Wasser. Nicht zum Trinken, nicht zum Kochen, nicht zum Waschen. Sie verbringen den Großteil ihrer Tage damit zu Fuß an Wasserlöcher und Quellen oder Brunnen zu pilgern. Dort stehen sie in langen Schlangen an, bis sie danach schwere Kanister mit dem wertvollen Gut zum Waschen oder Kochen wieder nachhause schleppen. Diesen Missstand prangern Unicef und die WHO jetzt erneut an. Der Report nennnt Zahlen: Über 260 Millionen Menschen müssen mehr als 30 Minuten Fußweg pro Tag bis zu ihrem Trinkwasser gehen - und wieder zurück. Weitere knapp 160 Millionen schöpfen Wasser aus oft verschmutzten Bächen und Seen - und erkranken an Durchfall, bekommen Würmer oder vergiften sich mit Blei oder Arsen, das in diesem Schmutzwasser treibt.

 

Skyline von Nairobi Screenshot: Inhabitat.org

Nicht genug: Es sind vor allem Frauen und Mädchen, die diese Last tragen. Laut dem Report beträgt die durchschnittliche Distanz, die sie das Wasser - oft auf dem Kopf - tragen 6 Kilometer. Rückenschäden sind danach nicht selten. Zudem ist der Weg jedesmal ein Risiko für die Frauen. Viele werden unterwegs Opfer von Überfällen und sexuellen angriffen.

Und die Prognosen sind keineswegs schön. Bis 2030, so schätzen UN-Experten, übersteige der weltweite Bedarf an Wasser die vorhandenen Vorräte um 40 Prozent!

Auch also wenn wir in Deutschland uns das kaum vorstellen können: Wasser ist ein rares Gut auf der Erde und wir sollten behutsamer damit umgehen.

 

 

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