Wilderer hacken GPS-Daten gefährdeter Tiger

Kaum zu glauben: Im indischen Tiger-Reservat „Satpura-Bori“ griffen Hacker die Bewegungsdaten eines besenderten Tigers ab. Forscher hatten den Tiger Panna-211 mit einem Halsband inklusive GPS-Sender versehen, um mehr über das Verhalten der bedrohten Großkatze zu erfahren. Erkenntnisse über Aufenthaltsorte, Reviergrößen und Wanderrouten dienen der Parkleitung dazu, Schutzmaßnahmen für den bengalischen Tiger zu verbessern.

 

Bengalischer Tiger im indischen Dschungel, Foto: wikimedia commons/ Himangini Rathore Hooja

 

Es liegt auf der Hand, dass Trophäen geile Wilderer auch scharf auf diese Informationen sind. Leider ist es einem Unbekannten vor Kurzem gelungen, die GPS-Daten von Panna-211 zu knacken. Wenn die Jäger Zugang zu den Daten in Echtzeit haben und somit wissen, wo sich das Objekt ihrer Begierde aufhält, ist ein erfolgreicher Jagdausflug garantiert.

 

Die Zeitung Times of India berichtet, dass die Parkverwaltung in Satpura-Bori in den nächsten sechs Monaten verstärkt ein Auge auf Panna-211 werfen will. Es wäre verheerend, wenn die Technik, die zum Schutz der gefährdeten Tiere eingesetzt wird, diese sprichwörtlich ans Messer ihrer gefährlichsten Feinde liefern würde.

 

 

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