Wirtschaft und Natur: proHolz stützt Kreislaufwirtschaft

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Die Mission ist Verpflichtung: Einen Beitrag zur Entwicklung der lebendigen Heimat leisten sowie das gelingende Zusammenspiel des sozialen Miteinanders, der Ökologie und der Ökonomie fördern - dafür steht das Aktionsbündnis der bayerischen Forst- und Holzwirtschaft - proHolz Bayern.

Führende Verbände der Forst- und Holzwirtschaft in Bayern haben sich im Juli 2011 mit den Bayerischen Staatsforsten unter dem Dach der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern zusammengeschlossen. Gemeinsam mit den regionalen Netzwerken Forst und Holz werden flächendeckend in Bayern gezielte Akzente zur sachlich fundierten Imageprofilierung gesetzt. Hinter dem Claim „Wir wirtschaften mit der Natur“ steht das Verständnis einer beweisbaren naturverträglichen Kreislaufwirtschaft.

 

Intelligente Holzverwendung pflegt den Kulturwald

 

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Die intelligente Holzverwendung, die Pflege des Kulturwaldes und die nachhaltige Forstwirtschaft gestalten den lebenswerten ländlichen Raum wesentlich mit. Durch das Bauen mit Holz entsteht in den Metropolregionen ein zweiter Wald.

proHolz Bayern setzt sich für die Wertschätzung der Forst- und Holzwirtschaft durch Politik und Gesellschaft ein. Mit seinen Marketingmaßnahmen setzt es das Handeln und den Nutzen der Akteure innerhalb der Wertschöpfungskette Forst-Holz-Papier in Szene.

proHolz Bayern sichert die Wertschöpfung im ländlichen Raum und baut damit die Wohlfahrt im ländlichen Raum aus. Die Forst- und Holzwirtschaft ist gesellschaftspolitisch und wirtschaftspolitisch eine der wichtigsten Branchen im Freistaat Bayern. Sie sichert dauerhaft direkt 196.000 attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze, erwirtschaftet dabei ca. 37 Milliarden Euro und legt damit den Grundstock für gute Lebensperspektiven für Menschen, Familien, Vereine und Unternehmen im ländlichen Raum.

 

 

 

 

Holz: ein Rohstoff für kreative Anwendungen

Foto: proHolz Bayern

Die Waldwirtschaft "erfand" einst nachhaltiges Wirtschaften. Wie aktuell der Begriff noch heute ist, erklärt ProHolz Bayern-Vorsitzender Johann Koch im global°-Interview:

 

Waldnutzung gilt als Ursprung nachhaltigen Wirtschaftens: Hat das 300 Jahre nach Carl von Carlowitz noch Bedeutung für die Forstwirtschaft?

Ines Heinrich: Eine Bewirtschaftung der Wälder nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit ist aktueller denn je, denn nicht nur Waldbesitzer haben Interesse daran, den Wald in bestmöglichem Zustand an die Kinder und Enkel weiterzugeben. Vielmehr wird der Wald heute von den Bürgern auch intensiv als Raum für Erholung und Freizeit genutzt. Dabei hinterfragen diese sich mit der Natur besonders verbunden fühlenden Menschen aus Sorge um „ihren“ Wald die Holznutzung kritisch. Deshalb kommt einer Fortführung der nachhaltigen Bewirtschaftung eine wichtige Rolle zu...

 

Weshalb Sie Wert legen, darüber breit zu informieren...

Das allein reicht noch nicht. Wir müssen den Bürgern und den politisch Verantwortlichen unser Tun erklären. Transparenz schafft Vertrauen. Und die Ergebnisse der Bundeswaldinventur oder der Bericht des Bundesamts für Naturschutz zur Biodiversität belegen den hervorragenden Zustand unserer Wälder. Nachhaltig genutzter Wald und dessen Holzprodukte tragen zudem hervorragend zum Klimaschutz bei. Diese Botschaften will proHolz Bayern mit seiner Waldschilderaktion in Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern und Forstbetriebsgemeinschaften den Menschen vor Ort näher bringen. Denn nachhaltige Forstwirtschaft kann das Vorbild für ein globales Überlebensprinzip sein.

 

Johann Koch Foto: proHolz Bayern

Gelingt es in Bayern und wie gelingt das, die drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökonomie, Ökologie und Soziales – gleichwertig in einer stark wirtschaftlich geprägten Umwelt und Gesellschaft umzusetzen?

Die Naturnähe der bayerischen Wälder ist das Ergebnis einer mehrere Generationen übergreifenden, verantwortungsvollen Wirtschaftsweise unserer Waldbesitzerfamilien. Durch die naturnahe Bewirtschaftung wird dabei nicht nur der umweltfreundliche, nachwachsende Rohstoff Holz bereitgestellt, sondern auf derselben Fläche finden die Menschen Raum für Erholung. Wald leistet zudem einen wichtigen Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt. Der Grundsatz „Schützen durch nutzen“ wird von unseren Waldbesitzern gelebt.

 

Das heißt konkret?

Die bayerischen Landschaften und Naturräume, welche die Menschen so schätzen, sind das Ergebnis nachhaltigen Wirtschaftens über Jahrhunderte hinweg. Bayern ist Kulturlandschaft. Die Bayerische Biodiversitätsstrategie betont den „bayerischen Weg“, der auf das Prinzip der Freiwilligkeit und Eigenverantwortung bei den Waldbesitzern setzt.

Darüber hinaus sichert die Branche Forst-Holz-Papier allein in Bayern rund 190.000 Menschen einen Arbeitsplatz, insbesondere in ländlichen Räumen. Sie ist dort eine tragende Säule.

Den vielfältigen Ansprüchen an den Wald können wir nur mit einer multifunktionalen, nachhaltigen und leistungsfähigen Forstwirtschaft und innovativer Holzverwendung gerecht werden.

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Wie „traditionell“ ist Wald- und Holzwirtschaft?

Bis ein Baum erntereif ist, müssen wir ihn 100 Jahre oder länger pflegen. Daher ist langfristiges Denken bei unseren Waldbesitzern und in der Forstwirtschaft verankert. Waldbewirtschaftung taugt nicht für kurzfristige Experimente, sondern funktioniert nur durch sorgfältige Planung, welche auf den aktuellsten Kenntnissen aus Wissenschaft und Forschung sowie den persönlichen Erfahrungen der Waldbesitzer aufbaut. Unsere Forstwirtschaft verbindet hervorragend Tradition und Zukunft.

 

Und wie „modern“ ist Holz als Werk-, Bau- und Rohstoff?

Holz ist mit über 10.000 verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten als Rohstoff enorm vielfältig einsetzbar: Das reicht vom Kochlöffel in der Küche, Möbeln und Böden in den Wohnungen, Balken und Brettern für den Holzbau über Papier bis hin zu Rohstoffen für die chemische Industrie. Täglich kommen Einsatzmöglichkeiten hinzu, denn Holz wächst nach und kann in immer mehr Bereichen die endlichen, fossilen Rohstoffe ersetzen. Da ist eine dynamische Entwicklung im Gange.

Die vielseitigen technischen und optischen Eigenschaften der bei uns wachsenden Holzarten eröffnen ständig neue Möglichkeiten für kreative Gestaltung und innovative Konstruktionen. Holz ist ein zukunftsweisender Rohstoff, der bei uns in Bayern natürlich wächst. Holz ist funktionell, modern, vielseitig, umweltgerecht und schön.

proHolz Bayern

 

Info / Kontakt:

Dr. Ines Heinrich

Leiterin Marketing-Kommunikation

 

Tel.: +49 8161 71-2582

heinrich@proholz-bayern.de

www.proholz-bayern.de

09.09.2016 pro Holz Bayern

pro Holz Bayern präsentiert: schauholz goes Wies'n

Foto: proHolz Bayern/Maik Kern

Pünktlich zur 5. Münchener Jahreszeit präsentiert sich schauholz auf dem ZLF. Unweit des Festzelts "Tradition" und dem danebenliegenden Dorfplatz mit Fränkischer Tanzlinde steht ein ganz besonderer Hingucker aus Holz: schauholz.


05.09.2016 ProHolz Bayern

Was Kühen an einem Stall aus Holz gefällt

Foto: Mathias Renert/proHolz

Holz ist der Bau-, Werk- und Energiestoff des 21. Jahrhunderts. Holzbauten sind „in“. Ein Trend, der im urbanen Bereich zum vermehrten Bauen mit Holz führt. Und in der Landwirtschaft? Bei landwirtschaftlichen Gebäuden in Bayern ist der Holzbauanteil die letzten Jahre leicht rückläufig und das obwohl Bauen mit Holz in der bayerischen Landwirtschaft eine lange Tradition hat und viele Höfe einen eigenen Wald bewirtschaften.


05.09.2016 ProHolz Bayern

„Jeden Tag ein Ei, im Holzstall auch mal zwei“

Foto: proHolz/Max Otto Zitzelsberger

Wenn sich Menschen dazu entschließen ein Holzhaus zu bauen, spielt oft auch der Wohlfühlfaktor eine große Rolle. Die Wärme und Behaglichkeit, die Holz ausstrahlt, ist für viele Bauherren ein entscheidender Faktor, der für diesen Baustoff steht. Ob Hühner diesen Wohlfühlfaktor ebenso schätzen, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Wohl aber lassen sich die Vorteile belegen, die für die Verwendung von Holz im landwirtschaftlichen Bauen sprechen.


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