Utopie-Ökonomie-Konferenz UTOPIKON in Berlin

Niko Paech bei seiner Keynote

Workshop

Silke Helfrich bei ihrer Keynote

Einen großen Schritt weiter auf dem Weg zur Utopie: „Wege und Herausforderungen in eine geldfreiere Gesellschaft“ war der Untertitel der UTOPIKON. Dazu machten sich 300 Menschen aus dem deutschsprachigen Raum ein Wochenende vom 4. bis zum 6. November auf der Utopie-Ökonomie-Konferenz in der FORUM Factory mitten in Berlin ausgiebig Gedanken.

Neben den 20 Workshops etwa zu den Themen „(Lohn-)Arbeit“, „Commons“, „Bedingungsloses Grundeinkommen“ oder auch „Zeitwohlstand“ sowie den fünf Keynotes beispielsweise von Friederike Habermann und Niko Paech am Samstag, lag am Sonntag ein Schwerpunkt auf Vernetzung, Austausch und Projekt-Entwicklung.

Die erste UTOPIKON war selbst ein gesellschaftliches Experiment, da sie als ein Mitmachraum von living utopia konsequent geldfrei organisiert wurde. Das heißt konkret: Ohne Eintritt oder Honorare und in einer kostenfrei zur Verfügung gestellten Eventlocation. Die Mahlzeiten wurden aus gespendeten, nicht mehr verkäuflichen Lebensmitteln zubereitet. Auf der Basis von Beitragsökonomie trugen auch alle Referent*innen zu der Konferenz bei.

 

Die mitwirkende Volkswirtin, Politikwissenschaftlerin und Autorin Friederike Habermann fasst die UTOPIKON so zusammen: „Während die Dystopie Weltpolitik zu werden droht, lebten wir auf der UTOPIKON drei Tage Utopie und machten die Erfahrung: Bedürfnisorientiert miteinander umzugehen ist ansteckend und setzt Energie frei neue Wege zu gehen“.

 

Dank ihrer Initiative wurde während des "World Cafés" eine Idee entwickelt, 2017 ein noch größeres Vernetzungstreffen zu verwirklichen. So leben die Utopie und das gesellschaftliche Experiment auch nach der UTOPIKON weiter.

 

„Die UTOPIKON hat durch eine unglaubliche Resonsanz gezeigt, dass viele Menschen die Sehnsucht nach einem anderen Miteinander fern von Verwertungslogik, Leistungsdruck und Selbstoptimierung haben. Eine geldfreie Welt, in der wir die Tauschlogik überwinden, mag unmöglich erscheinen. Aber wir sollten klar haben: Nur weil etwas heute undenkbar ist, heißt es nicht, dass es unmöglich ist. Es ist eben gerade nur nicht denkbar“, zieht Mitinitiator Tobi Rosswog sein Fazit.

 

Mehr Infos in unserem Pressekit: UTOPIKON.de/Pressekit


10.11.2016 13:43
living utopia

Tobi Rosswog

tobi@utopikon.de