Kommentar

Maori-Krieger Foto: Pixabay CC/PublicDomain/holgerheinze0

Vorbildlich nachhaltig

 

Wegweisend! „Neuseeland macht Fluss zur juristischen Person“, titeln Zeitungen. Sie berichten über eine aktuelle – und wahrhaft wegweisende - Entscheidung des Parlaments im Südseestaat, das einem Antrag der dort beheimateten Ureinwohner folgt, als eine eher abseitige Randerscheinung – belustigt und das Sonderbare auf der Erde betonend. Die Maori wollen den 290 Kilometer langen Whanganui River rechtlich aufwerten – und ihn so besser vor menschlichen Eingriffen schützen.

Die Maori aber liegen völlig richtig.

Konsequent! Damit beweisen die Neuseeländer, was Respekt und Verantwortung – und damit letztlich wirklich gelebte Nachhaltigkeit – bedeuten. Anders als in vielen Sonntagsreden, in denen Politiker, Manager, Wissenschaftler oder Kirchenvertreter hieruzulande gerne schöne Worte vor sich hertragen, wollen sie solchen Floskeln nun endlich Taten folgen lassen. Sie setzen um, was lange schon geboten ist: der Natur nicht nur verbal beizustehen, sondern konkret zu helfen, damit sie wenigstens eine Chance hat, dauerhaft zu überleben.

Das ist das Gebot der Stunde.

Vorbildlich!: In Deutschland – wie in den meisten Ländern der Erde – schaffen es die Verantwortlichen noch nicht einmal, eine solche – lange geforderte, aber stets blockierte – Aufwertung ihres Status, den Tieren zugute kommen zu lassen. Noch immer sind Hunde, Katzen, Kühe oder Schweine vor dem Gesetz bloß Sachen. Selbst unseren genetisch nächsten Verwandten gestehen wir solche Rechte nicht zu. In der Konsequenz dürfen sie in Käfigen gehalten, grausam be-, besser misshandelt werden – alles nur, damit in den Ställen und Schlachthöfen der Profit der Menschen nicht geschmälert und die Preise möglichst gedrückt werden.

Das sollten wir ändern.

Mutig: Weil der Beschluss, dem River juristische Persönlichkeitsrechte zuzusprechen mit Sicherheit auch – als idealistisch oder unrealistisch – verunglimpft werden wird, ist das Vorgehen der neuseeländischen Entscheider nicht hoch genug zu bewerten. Sie zeigen damit, dass sie verstehen. Sie belegen, dass sie Größe besitzen – weit mehr als nur ein Herz für Tiere.

Sie verstehen Nachhaltigkeit – richtig.

 

Gerd Pfitzenmaier

global°-Chefredakteur

 

 

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Interview

Cover: cbx Verlag

Wahre Alternative für Deutschland

 

Wir schaffen das. Das Wort der deutschen Kanzlerin ist bereits Legende. Es hat die Willkommenkultur in Deutschland zum neuen Markenzeichen gemacht und das Land durch die Begegnung mit den Flüchtlingen verändert. Der Zustrom, den kein Politiker steuern kann, aber führt uns an den Rand der Katastrophe, weil es innenpolitisch alte Gräben wieder aufbricht, aus denen die Populisten kriechen und die Menschen mit Parolen aufhetzen. Seither blüht der Hass. Das kann sich niemand wünschen, der an einer besseren Zukunft für alle arbeitet.

 

In seinem neuen Buch Wir schaffen das – aber so nicht analysiert global°-Chefredakteur Gerd Pfitzenmaier die aktuelle Lage in Deutschland. In einem Interview zum Buch, das er mit Umweltdialog.de-Chefredakteur Dr. Elmer Lenzen führte, breitet er seine Vision von der Zukunft unseres Landes aus. Sie soll statt Alibi-Events und Scheinlösungen echte Alternativen zeigen.

 

Hier geht es zum Wortlaut des Interviews.

 

 

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