Mehr Schutzgebiete für die Meere

Foto: flickr/Reisezeiten

Den Artenschützern des WWF liegen vor allem die maritimen Ökosysteme am Herzen. „Vor zwei Jahren“, so die Frankfurter Naturschutz-Stiftung, „verständigten sich die CBD-Vertragsstaaten darauf, bis 2020 mindestens zehn Prozent der Weltmeere unter Schutz zu stellen.“ Bis heute sei aber kaum wirklich etwas geschehen.

 

Nur 1,6 Prozent der Ozeane sind Schutzgebiete

 

Derzeit umfassten die Meeresschutzgebiete lediglich 1,6 Prozent der globalen Ozeane. „Die Weltmeere sind den Interessen von Fischerei, Rohstoffförderung und Tourismus noch immer weitgehend schutzlos ausgeliefert“, kritisiert Tim Packeiser, der Referent des WWF für Marine Ökoregionen.

In den zurückliegenden Jahren hätten Wissenschaftler, schreibt der WWF in einer Pressemeldung, bereits für das Mittelmeer, die Karibik, den West-Atlantik und den Süd-West-Pazifik Regionen mit herausragender ökologischer oder biologischer Bedeutung identifiziert. Diese Gebiete gelte es nun „unbedingt zu schützen“.

 

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Europäischen Kampagne für Unternehmensverantwortung und Biodiversität

Warum ist der Schutz der Biodiversität wichtig für Unternehmen? Anhand eines Unternehmerbeispiels erklärt die Europäische Business & Biodiversity Kampagne wie Unternehmen von der Biodiversität profitieren und wie sie zum Schutz dieser beitragen können. Zunächst werden mögliche Probleme und Risiken dargestellt, wenn das Unternehmen kein Biodiversitätsmanagement betreibt. In einem nächsten Schritt werden Lösungsvorschläge für die jeweiligen Probleme aufgezeigt. Das von der simpleshow grafisch animierte Video zeigt einerseits die Einwirkungen, die Unternehmen auf die Umwelt haben und andererseits die von den Ökosystemen bestehenden Abhängigkeiten der Unternehmen.


05.12.2012 globalmagazin

Boden: Das missachtete Kapital zum Überleben

Foto: SOS/Nature&More

Heute ist Welt-Boden-Tag: Wer jetzt achselzuckend zur Tagesordnung übergehen will, sollte zwei Zahlen lesen. Bis Bakterien und Kleinstlebewesen eine etwa zwei Zentimeter starke Humusschicht aufbauen, dauert das rund 500 Jahre. Wir Menschen tragen dagegen aber mit unserem Wirken dazu bei, dass pro Kopf rund drei Tonnen Boden jedes Jahr verloren gehen!


10.11.2012 globalmagazin

Artenschutz-Idee: Klonen um zu überleben

Foto: pixelio/R. v. Melis

Klonen als Beitrag zum Artenschutz?: Während in Brasilien schon bald die ersten bedrohten Tierarten durch Klone einzelner Individuen gesichert werden sollen, sieht die Tierschutzorganisation Vier Pfoten aus Hamburg in dieser Gentech-Methode einen Irrweg.


21.10.2012 globalmagazin

Klimawandel: Geräusch im Meer doppelt weit hörbar

Foto: WWF/Brian Skerry

Der Klimawandel verändert auch den Unterwasser-Sound im Meer: Was für Nichtakkustiker sonderbar klingt, ist für David G. Browning von der Acoustical Society of America (ASA) Gegenstand seiner Forschung: Er sagt voraus, dass Wal-Gesänge in nur 100 Jahren unter Wasser gut doppelt so weit zu hören sein werden wie heute.


21.10.2012 globalmagazin

Erfolg in Hyderabad: Mehr Geld für Artenschutz

Foto: WWF/Mark Carwardine

Mehr Geld für Artenschutz: Im indischen Hyderabad beschlossen Delegierte aus 193 Staaten bei der UN-Artenschutzkonferenz (COP 11) die nötigen Finanzen zum Erhalt der Fauna und Flore zu verdoppeln. Bis 2015 stocken die reicheren Nationen ihre Zahlungen an Entwicklungsländer auf 10 Milliarden Dollar (etwa 7,7 Mrd. Euro) jährlich auf.


15.10.2012 globalmagazin

Fallensteller dezimieren Afrikas Tierwelt

Foto: Peter Lindsey/AWCF

Wilderei und der illegale Handel mit Bushmeat sind nach einem jetzt veröffentlichten Bericht der Artenschützer von Panthera die größte Bedrohung für wild lebende Tiere in Afrika. Zudem bedrohten sie die wirtschaftliche Basis für eine gesunde Entwicklung der Region. Die Artenschutz-Organisation veröffentlichte ihren -Bericht zur 11. Vertragsstaatenkonferenz über biologische Vielfalt im indischen Hyderabad.


News 21 bis 25 von 35

US-Kongress: Wert der Natur

Logo: ESA

Chancen und Risiken einer Quantifizierung der Dienstleistung von Ökosystemen diskutieren die Teilnehmer bei der 97. Jahrestagung der Ecological Society of America im Oregon Convention Center von Portland. Beim Treffen im August debattieren Anhänger und Kritiker über den ökonomischen Wert der Natur und der Arten und versuchen ein Handelssystem mit derlei Naturkapital zu erarbeiten.

„Was wir nicht in Dollar oder Euro bemessen, ist anscheinend nichts wert“, sagt Bobby Cochran, „dann nehmen politische Entscheider diese Güter nicht so wichtig.“ Er vertritt die Befürworter des 2005 von der UNO als Ecosystem Assessment propagierten Weges.

„Messen wir den Dinge einen Geldwert zu, dann sind sie auch für Ökonomen berechenbar.“

Emily Bernhardt von der Duke University ergänzt: „Ökosysteme versorgen uns mit vielfältigen Gütern, aber nicht alle sind dabei leicht zu quantifizieren.“ Sie erkennt auch die Crux des Systems: „Es gibt in der Natur zu viele Wechselwirkungen, deren Beziehungsgeflecht nur äußerst schwer zu benennen und noch schwerer zu beziffern ist.“