Kosmetika - Schädliche Pflege?

Bild: Wirkstoffe aus der Natur – Label © Stauke

Wer etwas Gutes für Haut und Haar tun möchte, dem kommen die Beauty-Produkte von Nivea, L’Oreal und Co. gerade gelegen. Doch vor allem die großen Kosmetik-Konzerne geraten in den letzten Jahren ins Lauffeuer der Kritik.

Im Oktober 2013 starteten Umweltschützer vom Bund für Umwelt-und Naturschutz eine Petition gegen Nivea. Krebserregende Parabene in den Produkten waren Auslöser für die Protestaktion. Bereits 2004 gerieten parabenhaltige Deo‘s in Verruf, neusten Studien zufolge gilt der Zusatzstoff Aluminium als Gefahr. Damit nicht genug: Hunderte Kosmetikprodukte enthalten Mikroplastik, das ursprünglich als Schleifmittel in Duschgels, Peelings und Zahnpasten eingesetzt wird um eine optimale mechanische Reinigung zu gewährleisten. Das Mikroplastik gelangt ins natürliche Gewässer und landet in Form von Honig, Milch und Trinkwasser wieder auf dem Tisch des Verbrauchers. Produkte die pflegen sollen, können uns demnach auch Schaden zufügen.

8.500 verschiedene Inhaltsstoffe stecken in Beautyprodukten, 1.400 können schädliche Reaktionen hervorrufen. Zu den bekannten, gefährlichen Inhaltsstoffen zählen:

 

* Alkohol

* Aluminum

* Bentonit

* Benzophenone und weitere Sonnenschutzfilter

* Bleichmittel

* Collagen

* Duft &Farbstoffe

 

Die Substanzen stehen in Verruf allergische Reaktionen auszulösen und kommen der Wirkung künstlicher Hormone gleich. Ein Drittel der Körperpflegeprodukte ist davon betroffen. Viele Verbraucher leiden durch die Nutzung an Kontaktallergien und haben mit Rötungen, Bläschen oder Schwellungen zu kämpfen.

 

Kaum verwunderlich, dass die Verunsicherung wächst und immer öfter zur Naturkosmetik gegriffen wird. Während Marken wie „The Body Shop“ oder „Yves Rocher“ einst den ökologisch ausgerichteten Beautymarkt dominierten, erobern heute puristische Naturmarken den Markt. Seit der Jahrtausendwende erwirtschaftete der deutsche Markt für Naturkosmetik ein jährliches Wachstum von 8 Prozent. Um mit den aktuellen Gegebenheiten mithalten zu können werden Kauf-und Warenhäuser Naturkosmetik ins Sortiment einbeziehen müssen. Selbst Drogeriemärkte bieten bereits zertifizierte Naturkosmetik an.

Informationen über eine Vielzahl der Produzenten sind beispielsweise auf Hersteller-und Produkt Verzeichnissen wie industrystock.de zu finden. „In Deutschland kann man Naturkosmetik nicht nur in Bioläden, sondern auch in jedem Drogeriemarkt kaufen - damit ist sie ernsthaft und authentisch, Produkte von Marken wie z.B. Lavera, Weleda, Lakshmi oder Dr.Hauschka sind in vielen Ländern erhältlich“, erklärt die bekannte Beauty-Bloggerin Julie in einem Interview gegenüber natural.beauty.de. Doch auch wie bei den herkömmlichen Kosmetika gilt: Nicht jedes Bio-Produkt ist tatsächlich unbelastet. Internetportale, die sich auf Produkttests spezialisieren, können bei der Suche Abhilfe leisten.

 

Beautypflege Online

 

Aktuellen Studien des Online- und TV-Schönheitskanals „My Face - My Body“ dokumentieren, dass Frauen im Alter zwischen 35 bis 50 Jahren vermehrt auf Online-Shopping im Kosmetikbereich setzten. Parallel dazu erfahren auch Beauty-Blogs und Kosmetik-Websites Zuspruch von vielen Verbrauchern. 55 Prozent der Befragten gaben an, ihre Kosmetikprodukte online zu erwerben. Noch befindet sich der Online – Naturkosmetikmarkt in den Startlöchern, doch bereits jetzt setzten die Marken zunehmend auf den Einfluss von Beauty-Bloggern und Online-Communities.


14.10.2014 16:57
MaryluzS

mary-luz89@web.de