40 Jahre ohne Auto Freizeit genießen

Foto: Wikipedia.org

Vor 40 Jahren standen alle Räder still. Am 25. November 1973 war der erste von damals vier autofreien Sonntagen. Deutschland reagierte auf die Ölkrise – und sparte Kraftstoff. Statt Autokolonnen bevölkerten Fußgänger und Fahrradfahrer die Straßen und Autobahnen.

Auslöser der Sparattacke war die Verknappung des Rohöls auf dem Weltmarkt durch das Kartell des Erdöl produzierenden Länder OPEC. In Deutschland trieb dies 1973 den Benzinpreis auf eine D-Mark. Darüber schmunzeln moderne Autofahrer heute nur.

 

Lange Liste der autofreien Erlebnistage

 

Die Kehrseite erlebten die Wirte in den Ausflugslokalen. Sie beklagten tags darauf bis zu 70 Prozent Umsatzeinbußen. Hochbetrieb dagegen meldeten die Öffentlichen: Busse, Bahnen oder Taxen fuhren Sonderschichten oder verkürzten die Fahrplan-Taktung. In Großstädten war der Nahverkehr dennoch oft überfüllt.

Die Verpflichtung, sein Vehikel stehen zu lassen. Gab es jedoch lediglich an diesen vier Sonntagen. Danach entwickelte sich zwar eine kleine Volks-, oder eher Spaß-Bewegung, die bewusst aufs Autofahren verzichtet und an inzwischen zahlreichen Aktionssonntagen vor allem im Sommerhalbjahr den selbstfahrenden Untersatz gegen das Stahlross oder Rollschuhe tauscht. Die Tourismusbranche entdeckte die neue Art der Fortbewegung und macht daraus regelmäßig regionale Events. Unter dem Motto: „Lieber ein autofreier Erlebnistag als ein erlebnisfreier Autotag“ listet etwa das Heidelberger UPI alle Veranstaltungen auf, bei denen Teilnehmer auch ohne Auto auf ihren Spaß kommen.

 

 

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