Der Tierretter von Fukushima

Foto: Weltspiegel/ARD

Unter diesem Titel hat der Autor Philipp Abresch für den Weltspiegel/ARD am 2. März über Naoto Matsumura berichtet. Er ist der einzige Mensch, der in der verstrahlten Sperrzone 12 Kilometer vom zerstörten AKW entfernt lebt. Seit 3 Jahren kümmert er sich dort um die zurückgelassenen Rinder, Hunde und Katzen. Tomioka ist eine radioaktiv verseuchte Geisterstadt, menschenleer und verlassen. Er lebt vom Quellwasser aus den Bergen und vom Essen aus der Dose, das er außerhalb der Zone einkauft.

 

»Alle sind damals abgehauen. Und alle gleichzeitig. Es gab einen riesigen Stau. Manche haben sich Sorgen gemacht. Die dachten, sie schaffen es nicht mehr raus. Die hatten keinen Sprit mehr im Tank. Innerhalb von ein paar Tagen, war die ganze Gegend wie ausgestorben,« erzählt Matsumura im Film.

 

Auch er ist geflohen, aber nicht mal die eigene Familie wollte ihn aufnehmen. Also ging er zurück , kümmerte sich um seine Kühe und sammelte die Tiere der Nachbarschaft ein. Neben seinen 60 Kühen, die er mithilfe von Spenden durchfüttert hat er zwei Vogelstrauße, drei Hunde und einige Katzen.

 

Unglaublich aber wahr: Naoto Matsumura kommt im März nach Europa, um über seine Geschichte und Fukushima zu erzählen. Neben Frankreich und der Schweiz, ist er am 16. und 17. März in Deutschland. Genaue Termine findet man hier....

Quelle: Weltspiegel


red

 

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