Dimmbare Straßenlampen sparen Energie ein

Screenshot: Daily Mail

Norwegen hat in Teilen des Landes automatisch gedimmte Straßenlampen installiert, um den CO2-Fußabdruck zu verringern. Auf einem fünf Meilen Straßenabschnitt in der Nähe von Hole, außerhalb von Oslo, dimmen LED-Leuchten auf 20 Prozent herunter, wenn sich keine Autos, Motorräder oder Fußgänger in der Nähe befinden, das meldet Daily Mail.

 

Die Straßenlaternen sind mit Bewegungsmeldern ausgestattet und kommunizieren untereinander. Wenn ein Auto einen Radarsensor passiert, werden die Lichter auf 100% heraufgedimmt. Nach dem Passieren des Autos kehren sie dann wieder zu 20 Prozent zurück, um Energie zu sparen. Die Idee ist nicht nur naheliegend, sondern auch effizient: Auf der acht Kilometer langen Strecke können pro Woche 2.100 kWh eingespart werden, was etwa vier Stunden Fernsehen auf einem Plasmabildschirm entspricht.

 

Die Verwendung von LED-Leuchten hilft zusätzlich, die CO2-Emissionen zu reduzieren, indem sie im Vergleich zu Halogen- und Leuchtstofflampen weniger Energie verbrauchen. Über die Kosten des Projekts schweigt sich die Regierung aus, laut Youtuber Bjørn Nyland (siehe Video) soll schon nach nur 4,5 Jahren der Break-Even erreicht sein.

 

Norwegen weit werden immer mehr herkömmliche Straßenlampen durch LED-Leuchten ersetzt. In Oslo hat der Energieverbrauch drastisch abgenommen, seit Ende der 2000er Jahre intelligente Beleuchtungssysteme installiert wurden. Auch in anderen Bereichen scheut sich das Land nicht umweltfreundliche Projekte anzupacken. Das norwegische Parlament ordnete im Jahr 2015 an, dass sich der norwegische Pensionsfonds aus Energie- und Bergbauunternehmen zurückziehen soll, bei denen das Kohlegeschäft mehr als 30 Prozent am Umsatz oder Geschäft ausmacht. Auch bei der E-Mobilität will Norwegen Vorbild sein: Ab 2025 sollen keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr durchs Land fahren.


hjo

 

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