Eisberg, so groß wie Manhattan versinkt im Meer

Screenshot "Chasing Ice"-Trailer

Die Kameramänner trauen ihren Augen nicht: Ein Gletscher in der Größe von Manhattan versinkt vor Ihnen im Ozean. Sie haben es auf Kamera. Das ist eine Weltsensation. Noch nie zuvor konnte jemand solch ein apokalyptisches Naturschauspiel filmen. Der Beweis für die rasanten Auswirkungen des Klimawandels ist da!

 

National Geographic-Fotograf James Balog und sein Team starren fassungslos auf das, was sich zu ihren Füßen darbietet. Eine riesige Masse des Ilulissat-Gletscher auf Grönland beginnt zu beben. „Es geht los, Adam! Ich glaube, es geht los“, ruft der Mann hinter der Kamera.

 

Seit 17 Tagen wartet das Team nun am Rande des Gletschers. Sie hoffen darauf, dass sich irgendwann etwas bewegt, um für ihre Dokumentation über das Gletscherschwinden weiteres Filmmaterial zu bekommen.

 

Dann ist es soweit: Eine Spalte tut sich auf, Eisbrocken fangen an den Hang hinunter zu kullern. Die Eisschollen triften langsam auseinander.

 

Doch mit dem weiteren Verlauf hat niemand gerechnet. Das Beben wird immer stärker, die Eisflächen immer größer, riesige Eisberge, über 60 Meter hoch türmen sich auf und brechen vor den Augen der Männer auseinander. Das, was sie da auf Kamera aufnehmen, erinnert an Szenen über den Weltuntergang, wie er nur in Hollywood-Streifen zu sehen ist.

Aber die Bilder zeigen die Realität: eine gigantische Eisfläche in der Größe von Manhattan bricht auseinander und verschwindet nach langem Getöse in den Wogen des Meeres.

 

„Chasing Ice“ bringt erstmals solch einen großen Gletscherabbruch auf die Leinwand

 

James Balog wird sich bewusst, welche Weltsensation sie da gefilmt haben: „Wir haben den größten Eisbergabbruch erlebt, der jemals mit der Kamera festgehalten wurde.“ 25 Zeitrafferkameras filmen das Gletscherkalben, das sich über siebeneinhalb Quadratkilometer erstreckt und 75 Minuten andauert. Seit 2005 sucht der National Geographic-Fotograf in der Arktis nach Belegen für die Erderwärmung. Mit den Aufnahmen aus Grönland stand dem Vollenden seiner Dokumentation über den Klimawandel nichts mehr im Wege.

 

Chasing Ice“ lief 2012 in den amerikanischen und englischen Kinos an. Wann der Film in deutschen Kinos gezeigt wird, steht bislang noch nicht fest. Die Dokumentation „Chasing Ice“ gewann auf Filmfestivals 23 Awards. „Nehmen sie sich Zeit Chasing Ice an zu schauen, auch wenn er nicht zu den Filmen gehört, die sie üblicherweise schauen. Dies sind keine typischen Zeiten. Wir müssen beginnen zu handeln.“, rät unter anderen Will Lepkowski von der America.

 

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Hier der offizielle Trailer zum Film!

Einen längeren Ausschnitt und einen TV-Beitrag des Senders "Democracy Now" (Interview mit James Balog und Jeff Orlowsky) gibts auf Global°-TV >>>>


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