Elektroautos: keine Revolutionäre für den Klimaschutz

Foto: BMW-Group

Elektrofahrzeuge verbessern die Treibhausgasbilanz kaum. Die rund eine Million Elektroautos, die nach dem Willen der Bundesregierung bis 2020 über die deutschen Straßen rollen sollen, werden nicht wesentlich zum Klimaschutz beitragen.

 

Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) und die Deutsche Bank Research zeigen in einer gemeinsamen Studie, dass die Elektromobile kaum weniger als ein konventioneller Pkw Kohlendioxid in die Luft pusten. Ein Elektrofahrzeug verursacht bei dem gegenwärtigen Strommix 113 Gramm CO2 pro Kilometer.

 

Auch beeinflussen die Elektroautos den Stromverbrauch nur gering. Lediglich 0,4 Prozent des 2011 erzeugten Stroms in Deutschland würden die Million E-Wagen benötigen. Somit ist die von der Regierung anvisierte Elektrofahrzeug-Flotte keine große Hilfe, um Schwankungen im Stromverbrauch auszugleichen.

 

Die Studie zeigt, dass die hohen Erwartungen, die in die Elektromobilität gesteckt werden, wohl nicht in Erfüllung gehen werden. Nach Einschätzung der IW-Forscher wird das reine Elektroauto auch im Jahr 2020 eher ein Nischenprodukt sein. Die Marktdurchdringung werde langsamer verlaufen als erhofft und die Autoindustrie zunächst vor große finanzielle und technologische Probleme stellen.

 

Insgesamt bestehen zudem Zweifel an dem Fahrplan der Politik zur Einführung der Elektromobile. So waren zu Anfang 2012 nur gut 4.500 reine Elektroautos und 48.000 Hybridfahrzeuge gemeldet. Bis Mitte 2012 stieg die Zahl der strombetriebenen Autos lediglich auf rund 6.000 an.

 

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