Erneuerbare Energien: Ausbau der Windkraft

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In Anbetracht zur Neige gehender fossiler Energieträger, ist der Mensch in zunehmendem Maße auf die Nutzung regenerativer Energiequellen angewiesen. Auch der immer deutlicher werdende Klimawandel veranlasst den Menschen dazu, Energie zu sparen und erneuerbare Energienutzung auszubauen.

Besondere Bedeutung gewinnt die Windenergie, deren langfristiger Ausbau einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion des Schadstoffausstoßes darstellt. Die Schritte erfolgen in einem längeren Zeithorizont.

 

Regenerative Energieträger: die Relevanz der Windkraft

 

Wesentliche Träger der Energiewände finden sich in Windenergie, Solarenergie, Biomasse und Wasserkraft sowie Geothermik. Während all diese Energiequellen einen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung leisten können, spielt die Windenergie jedoch die wichtigste Rolle bei der Energiewende. Bereits jetzt beträgt der Anteil der Windenergie an der gesamten deutschen Stromversorgung etwa 15 Prozent oder in Leistungsdaten 45.000 Megawatt. Vorzüge der Windenergie finden sich zum einen in ihrer Klimaverträglichkeit und zum anderen in ihrer wirtschaftlichen Tragfähigkeit und den moderaten Preisen. Besonders die Offshore-Windkraftanlagen erfreuen sich einer zunehmenden Bedeutung und einem wachsenden Ausbau. Hierbei handelt es sich um Windkraftanlagen auf See. Im Jahr 2015 gab es bei der Windenergie 5.818 Megawatt neuinstallierte Leistung, von denen alleine 3.280 Megawatt auf Offshore-Windanlangen entfielen. Auch zu Land erfolgt ein zunehmender Ausbau von Windkraft-Anlagen.

Am Ausbau erneuerbarer Energien beteiligt sich das Unternehmen Green City Energy AG mit dem Bau von Wind-, Wasser-, und Solarkraftwerken. Der Anbieter verfolgt das Entwicklungsziel nachhaltiger Konzepte zur Nutzung regenerativer Energie. Hierbei liegt der besondere Fokus auf Elektrizität, Wärme und Mobilität. Die Parks des Unternehmens beziehen ihre Energie ausschließlich aus regenerativen Quellen und erbringen derzeit eine Gesamtleistung von etwa 120 Megawatt.

 

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

 

Gesetzliche Grundlage des Ausbaus erneuerbarer Energien ist das EEG. Die deutsche Bundesregierung will bis zum Jahr 2024 den Anteil der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen auf 45 Prozent erhöhen. Bis zum Jahr 2035 wird ein Anteil von 55 bis 60 Prozent angestrebt. Dies ist ein langer Zeithorizont, der zahlreiche kleinere Schritte erfordert. Der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Stromerzeugung lag im Jahr 2000 bei 6,2 Prozent und stieg bis zum Jahr 2015 auf fast 32 Prozent. Die Relevanz erneuerbarer Energien hängt auch mit dem Atomausstieg zusammen, denn bis das letzte Atomkraftwerk im Jahr 2022 vom Netz geht, müssen regenerative Quellen den Anteil der Stromerzeugung aus Atomkraft ersetzen.

Ein weiteres Ziel, das die Bundesregierung verpflichtend eingegangen ist, findet sich in der Reduzierung des Treibhausgasausstoßes um 40 Prozent bis 2020. Zur Zielerreichung wird konkret angestrebt, den Anteil regenerativer Energien in der Stromerzeugung auf 35 Prozent, in der Wärmeerzeugung auf 14 Prozent sowie bei Kraftstoffen auf 15 Prozent zu erhöhen.

 

Förderung regenerativer Energien

 

Zur Erreichung der Umweltziele und der Ziele des Ausbaus erneuerbarer Energien sind unterschiedliche Methoden und Förderungen vorgesehen. Der fortgesetzte Ausbau von Wind-, Wasser- und Solaranlagen sowie Biomasse und Geothermie wird unter anderem durch eine Abnahmegarantie im Rahmen des EEG gewährleistet. Grundlage ist eine für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung pro Kilowattstunde aus erneuerbaren Energien zu einem festgesetzten Betrag.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Einspeisevergütung seit Jahren reduziert wird. Dies soll dem Ziel dienen, die Energieeffizienz zu erhöhen und für Innovationsanreize zu sorgen. Vergütungskosten werden über die so genannte EEG-Umlage finanziert. Es handelt sich um eine von sämtlichen Verbrauchern zu zahlende, verbrauchsabhängige Umlage. Der durchschnittliche Haushalt (3-Personen) hat hierbei Mehrkosten von etwa 2,10 Euro pro Monat.

Im Hinblick auf die Windkraft beträgt der Fördersatz etwa 9 Cent pro Kilowattstunde. Dies gilt unabhängig von der Anlagengröße sowohl für kleine Windräder als auch größere Windturbinen. Seitens Energieexperten wird moniert, dass nur große Anlagen zu diesem Fördersatz wirtschaftlich betrieben werden können. Jedoch ist der Satz für kleine Windräder wegen der hohen Investitionskosten pro Kilowatt zu gering. Dies bremst die Entwicklung der kleineren Windkraftanlagen. Zudem ist auch für große Offshore-Windanlagen künftig eine insgesamt geringere Einspeisevergütung zu erwarten.

Im Rahmen der EEG Gesetzesnovelle , die 2016 beschlossen wurde, ist vorgesehen, dass Fördergelder für regenerative Energien nun über Ausschreibungen vergeben werden, so dass die effizientesten Anbieter den Zuschlag erhalten. Im Hinblick auf Windenergie sollen in den Jahren 2017 und 2018 bis zu 2.800 Megawatt jährlich für an Land erzeugte Windenergie ausgeschrieben werden, wie man es in diesem Paper nachlesen kann. Da die Offshore-Windenergie ihr Ausbauziel für 2020 übertreffen wird, soll ihr Zubau nur noch 750 Megawatt pro Jahr betragen.

 

Wai-Shun Chai

 

 

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/hpgruessen

Zur Erreichung der Umweltziele und der Ziele des Ausbaus erneuerbarer Energien sind unterschiedliche Methoden und Förderungen vorgesehen. Der fortgesetzte Ausbau von Wind-, Wasser- und Solaranlagen sowie Biomasse und Geothermie wird unter anderem durch eine Abnahmegarantie im Rahmen des EEG gewährleistet. Grundlage ist eine für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung pro Kilowattstunde aus erneuerbaren Energien zu einem festgesetzten Betrag.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Einspeisevergütung seit Jahren reduziert wird. Dies soll dem Ziel dienen, die Energieeffizienz zu erhöhen und für Innovationsanreize zu sorgen. Vergütungskosten werden über die so genannte EEG-Umlage finanziert. Es handelt sich um eine von sämtlichen Verbrauchern zu zahlende, verbrauchsabhängige Umlage. Der durchschnittliche Haushalt (3-Personen) hat hierbei Mehrkosten von etwa 2,10 Euro pro Monat.

Im Hinblick auf die Windkraft beträgt der Fördersatz etwa 9 Cent pro Kilowattstunde. Dies gilt unabhängig von der Anlagengröße sowohl für kleine Windräder als auch größere Windturbinen. Seitens Energieexperten wird moniert, dass nur große Anlagen zu diesem Fördersatz wirtschaftlich betrieben werden können. Jedoch ist der Satz für kleine Windräder wegen der hohen Investitionskosten pro Kilowatt zu gering. Dies bremst die Entwicklung der kleineren Windkraftanlagen. Zudem ist auch für große Offshore-Windanlagen künftig eine insgesamt geringere Einspeisevergütung zu erwarten.

Im Rahmen der EEG Gesetzesnovelle , die 2016 beschlossen wurde, ist vorgesehen, dass Fördergelder für regenerative Energien nun über Ausschreibungen vergeben werden, so dass die effizientesten Anbieter den Zuschlag erhalten. Im Hinblick auf Windenergie sollen in den Jahren 2017 und 2018 bis zu 2.800 Megawatt jährlich für an Land erzeugte Windenergie ausgeschrieben werden, wie man es in diesem Paper nachlesen kann. Da die Offshore-Windenergie ihr Ausbauziel für 2020 übertreffen wird, soll ihr Zubau nur noch 750 Megawatt pro Jahr betragen.

 

Stefan Schmidt

 


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