Felsstürze sind Zeichen des Klimawandels

Foto: Wikimedia CC/Hadi

Gefährliche Klimawandel-Folge: In der Schweiz fallen die Felsen ins Tal. Die große Hitze des Sommers 2015 ließ in den Schweizer Alpen besonders viele Felsen instabil werden und ins Tal donnern. Zwischen Ende Juli und Anfang September habe es vor allem oberhalb von 2.500 Metern eine ganze Reihe von Felsstürzen gegeben, melden Agenturen.

Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (WSL) in Davos belegt die Zunahme mit seiner Datenbank. Darin dokumentieren die Eidgenossen sie seit Jahren die Felsstürze im Alpenraum. Die Dimensionen dieser Stürze habe zwischen einigen Hundert und mehreren Zehntausend Kubikmetern gelegen, zitiert etwa die Deutsche Presseagentur die Wissenschaftler. Zum Vergleich: Tausend Kubikmeter entsprechen ungefähr dem Volumen eines Einfamilienhauses.

 

Klimawandel in den Alpen lässt Felsen ins Tal stürzen

 

Die Temperaturen sind mittlerweile zwar deutlich gesunken, die Gefahr von Felsstürzen sei aber auch im kommenden Winter nicht gebannt, warnen die Schweizer Spezialisten nach einer Meldung des Informationszentrums proplanta: „Große Felsmassen reagierten erst mit Verzögerung auf Temperaturänderungen.“

Im Sommer 2015 sei die Lufttemperatur 2,5 Grad Celsius wärmer als im Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010 gewesen. Im Gegensatz zum heißen und trockenen Sommer 2003 habe es jedoch häufiger gewittert. Die warme Luft habe somit das Gestein und Eis in Felsspalten erwärmt, das in Risse eingedrungene Wasser habe zusätzlichen Druck verursacht. Beides habe letztlich das Gestein destabilisiert.


red

 

 

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