Folgekosten der fossilen Energieverbrennung

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Pespro Polska

Paradoxes Verhalten - nein Skandal: "Die Gesundheitskosten für durch fossile Brennstoffe verursachte Erkrankungen liegen noch einmal 600 Prozent höher, als die Brennstoff-Subventionen aus Steuergeldern", schreibt jetzt die deutsche Redaktion der Plattform euraktiv.

Auf "444 Milliarden US-Dollar für Öl-, Gas- und Kohlesubventionen", beziffert euroaktiv die Subventionen für fossile Energieträger in den G20-Staaten noch 2014 - obwohl sich die Regierungschefs späterstens beim Gipfel im bayeriuschen Elmau auf die "Dekarbonisierung der Wirtschaft" verständigten. Geschehen ist wenig in diese Richtung. Im Gegenteil.

 

Deutschland: Fast 25 Prozent weniger Todesfälle bei sauberer Luft

 

Die Health and Environment Alliance (HEAL), ein Dachverband von Umwelt- und Gesundheitsorganisationen veröffentlichte jetzt eine aktuelle Studie. Darin listen die Umweltschützer Zahlen auf, die erschrecken - und die Augen öffnen. Sie behaupten, der Verbrauch dieser subventionierten Energieträger und die dadurch entstehende Luftverschmutzung verursachten gleichzeitig Gesundheitskosten von 2,76 Billionen Dollar. "In den EU-Ländern liegen diese Gesundheitskosten bei 229,5 Milliarden Dollar", so das Portal.

Laut Studie könnten in Deutschland 24,9 Prozent der frühzeitigen Todesfälle durch Luftverschmutzung verhindert werden, wenn solche Subventionen abgeschafft und korrigierende Steuern erhoben werden würden. Immerhin schätzen Gesundheits-Fachleute, dass weltweit jedes Jahr rund 6,5 Millionen Menschen an gesundheitlichen Schäden durch Autoabgase und Verbrennungsrückstände aus Heizungen oder Industrieschloten sterben: "an Schlaganfällen, Herzinfarkten, Krebs und Lungenkrankheiten".

Die Zahlen der Studie sind dramatisch: In Großbritannien liegt dieser Wert bei 41,3 Prozent – und im kohleabhängigen Polen sogar bei 51,3 Prozent. Am meisten profitieren würde Bulgarien, wo bis zu 89,1 Prozent dieser Todesfälle vermieden werden könnten. Auch im EU-Nachbarstaat Türkei könnte sich die Zahl um 73,8 Prozent verringern, schreibt euraktiv.


pit

 

 

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