Kirche positioniert sich zum Klimawandel

Foto: Wikimedia CC/Truong Ngoc

Im Vatikan traf UN-Chef Ban Papst Franziskus zum Klimagipfel, in England beschließen die anglikanischen Glaubensbrüder den Ausstieg aus ihren 12 Millionen Pfund-Investments (über 16 Mio. Euro) in Kohle- und Ölsand-Förderung. Das sei „die moralisch Pflicht“ begründet der Ethical Investment Advisory der Kirche, Richard Burridge, den Schritt lauf BBC.

Klimawandel und Nachhaltigkeit standen derweil nach Angaben von Domradio.de im Zentrum der Gespräch von Papst und UN-Generalsekretär bei der Weltkonferenz der Religionen für den Frieden und das Sustainable Development Solutions Network (SDSN).

 

US-Katholiken kritisieren Papst wegen Klimagipfel

 

Papst und UN-Chef vereinbarten dabei einen noch engeren Austausch. „Beim Papstbesuch in den USA im September will Ban Franziskus am Sitz der Vereinten Nationen in New York begrüßen. Vom 30. November bis 11. Dezember findet die auch kirchlich stark beachtete Weltklimakonferenz in Paris statt. Ziel ist es, Vereinbarungen mit Politik und Wirtschaft zu erreichen, um das Phänomen des Klimawandels und der globalen Erwärmung zu bekämpfen“, berichtet das Domradio über die Gespräche.

Kritik am Klimagipfel im Vatikan übten laut einem Bericht des österreichischen Fernsehens (ORF), konservative US-Katholiken: „Deren Wortführer kritisierten dabei auch Papst Franziskus“.

Maureen Mullarkey, Kolumnistin des katholischen Magazins First Things, zitiert der ORF: „Franziskus solle sich besser aus Dingen heraushalten, von denen er nichts verstehe“. Mullarkey meinte in ihrem Text, der Papst gebe mit seiner Positionierung in der Klimadebatte eine „Nuancierung zugunsten von apokalyptischem Alarmismus“.

 

Fanziskus' Demutshaltung ist Konservativen ein Dorn im Auge

 

Es grummele unter den konservativen Katholiken in den USA, überschrieb auch die Kirchenzeitung des Bistums Hildesheim einen Artikel zum Treffen des Oberhirten mit dem UN-Sekretär: „Papst Franziskus mischt sich zu sehr in die Klimadebatte ein“. Der Papst aus Argentinien sorge, heißt es dort, beim konservativen Flügel in der US-Kirche nicht selten für Irritationen. „Spätestens, seit er 2013 die Frage eines Reporters nach Homosexualität und einem aufrichtigen katholischen Glauben mit der Gegenfrage beantwortete: 'Wer bin ich, darüber zu richten?' Statt neue Interpretationsspielräume zu öffnen, hatten sie sich von Franziskus klare Positionen zu Ehe, Familie, Homosexualität und Abtreibung erwartet. Auch dass er darüber hinaus noch regelmäßig eine demütigere Haltung anmahnt, statt auf klerikalen Besitzständen zu beharren, gefällt nicht allen.“


pit

 

 

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