Klima-Boot gesunken - Ironie des Schicksals

SCreenshot: Philadelphia Inquirer

Ironischer Weise verschlang eine Flutwelle ein Ausstellungsprojekt zum Klimawandel: Die US-Künstlerin Mary Mattingly verankerte ihr "WetLands"-Schiff auf dem Schuylkill River in Philadephia. Jetzt wurde es nach starken Regenfällen von heftig anschwellenden Wassermassen aus der Verankerung gerissen. Es sank mitsamt der Ausstelungsobjekte, die Besucher über den nahen Klimawandel aufklärten.

Mattingly nutzt schwimmende Gärten auf dem New Yorker Hudson, um auf die Möglichkeit der Selbstversorung in der Millionenmetropole hinzuweisen - oder eben ihr Schiff "WetLand", um die Menschen über die Gefahren des Klimawandels aufzuklären.

 

Hochwasser überschwemmt Ausstelung zum Klimawandel

 

Foto: Philadelphia Inquirer

"WetLands" ist aufgebaut wie ein halb in den Fluten eines Hochwassers abgetauchtes Reihenhaus einer US-Vorstadtsiedlung. Drinnen gab es eine Ausstellung - inspriert von den Erfahrungen nach den Hurrikanen Sandy und Katrina, die etwa halb New Orleans vor wenigen Jahren überschwemmten.

Genauso erging es jetzt dem Schiff. Nach heftigen Regenfällen über der US-Ostküste stiegen die Fluten des Flusses Schuylkill in Philadelphia derart kräftig an, dass das vor dem Ausstellungsgelände "Bartram’s Garden" vertäute Boot überschwemmt wurde - und sank. Es sollte dort während der Ausstellung Penn Program on Environmental Humanities den Sommer über als Ausstellungsraum dienen, berichtet der Philadelphia Inquirer.

Auf das 3,5 mal 14 Meter große Boot hatte Mary Mattingly die schrägen Fassaden eines im Wasser halb versunkenen Reihenhauses gebaut. Es symbolisierte die Zerstörungen, die die US-Amerikaner nach den verheerenden Überflutungen der Tropenstürme erlebten. Ironischerweise traf das Austellungs- und Aufklärungsschiff jetzt ein ähnlich tragisches Schicksal.

Mattingly will ihr Boot jetzt gerne aus dem Wasser bergen, um es erneut für Ausstellungen zur Klimapolitik zu nutzen. Noch sucht die Künstlerin aber Finanziers, die ihr helfen können die Kosten für diese Rettungsaktionmit zu tragen.


pit

 

 

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