Klimaschutz-Vorbild München: "tschüß" zu Kohle

Foto: Pixabay CC/PublicDomain/Creapasrk

Raus aus der Kohle: Die Münchner setzen ein eindeutiges Zeichen - beim Bürgerentscheid votierten über 60 Prozent für die Abschaltung des Blocks 2 im Heizkraftwerk am Nordostrand der Isarmetrolpole. Spätestens 2022 ist der Ofen aus.

60,2 Prozent der wahlberechtigten Münchnerinnen und Münchner stimmten für die Abschaltung des Kohleblocks im Heizkraftwerk Nord der Münchner Stadtwerke. „Ein Zeichen dafür, dass der Stadtrat seine Schwerpunkte in den Bereichen Klima- und Umweltschutz falsch setzt“, kommentiert Martin Glöckner von der lokalen Umweltschutzorganisation Green City das Ergebnis der Abstimmung vom Wochenende.

 

München macht Ernst: Raus aus der Steinkohle

 

Das Bündnis „Raus aus der Steinkohle“ in der bayerischen Landeshauptstadt setzt sich mit dem Votum der Bürger klar von der Haltung des offiziellen Stadtparlaments ab. „Wir fordern weiterhin mutige, zukunftsweisende Entscheidungen in den Bereichen Mobilität und Klimaschutz“, betont Glöckner daher weiter. Anderenfalls würden die Umweltverbände gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern immer wieder Korrekturen in der Umweltpolitik an der Isar einfordern.

Es ist das zweite Mal dieses Jahr, dass die Münchner BürgerInnen der Stadtregierung die Richtung weisen: Nachdem der Stadtrat Anfang 2017 die Forderungen des Bürgerbegehrens „Sauba sog i – Reinheitsgebot für Münchner Luft“ nach nur sechs Wochen Laufzeit übernommen hat, gibt es jetzt einen zweiten großen Sieg bürgerlichen Engagements: 118.513 MünchnerInnen haben am gestrigen Sonntag dafür gestimmt, dass der Kohleblock im Heizkraftwerk Nord bis Ende 2022 abgeschaltet werden soll.

Die Stadt und ihre Bürger setzen damit ein Zeichen zum Auftakt der Bonner Klimakonferenz. Und auch für die Berliner Koalitionsverhandler: Sie wollen den Klimaschutz ernst nehmen - auch wenn dies für sie vielleicht mehr Kosten bringt.


pit

 

 

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