Klimawandel verwandelt Städte in Hitzeinseln

Foto: Screenshot Video

Das bestätigen die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ des NRW-Umweltministerium. Die Studie zeigt unter anderem, dass die Temperaturen im Kölner Stadtgebiet schon jetzt während Hitzeperioden um bis zu zehn Grad höher liegen als im weniger bebauten Umland. Dieser Trend soll sich in den nächsten Jahren fortsetzen, die Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad im Stadtgebiet könnte sich bis 2050 sogar verdoppeln. Dies würde dann besonders ältere und kranke Menschen stärker belasten und zu Einschränkungen der Lebensqualität führen.

 

„Der Klimawandel ist kein abstraktes Gebilde mehr. Er trifft jede und jeden von uns“, sagte Klimaschutzminister Johannes Remmel zu den Ergebnissen der Studie. „Nordrhein-Westfalen ist mit seinen Ballungsräumen und Städten ganz besonders anfällig für die Folgen des Klimawandels. Der Klimawandel wird in Zukunft auch bei uns zu deutlich mehr Wetterextremen führen und sich auf die Lebensgrundlage von Menschen, Tieren und Pflanzen auswirken. Die Studie liefert daher wichtige Erkenntnisse, wie eine vorausschauende Stadtplanung den Folgen des Klimawandels begegnen muss.“

 

Foto: Klimastudie/LANUV NRW

Gründe für die städtischen Hitzeinseln sieht die Studie unter anderem in der Wärmespeicherung in Gebäuden, die fehlende Verdunstung von Pflanzen und die geringere Zufuhr von kühler Luft aus dem Umland. Maßnahmen – wie die Beschattung von Fassaden durch Bäume oder die klimatisch optimale Anlage von Grünflächen und Parks – könnten die Luftzufuhr verbessern und eine Überhitzung an heißen Tagen stellenweise deutlich reduzieren.

 

„Das Projekt zeigt, dass den Auswirkungen von Hitzebelastung und Starkniederschlägen entgegen gewirkt werden kann, wenn das Thema Klimawandel bereits heute bei städtischen Planungsprozessen berücksichtigt wird“, sagte Dr. Thomas Delschen, stellvertretender Präsident des LANUV.

 

Das Landesumweltamt (LANUV) hat die verfügbaren Temperatur- und Niederschlagsmessungen der vergangenen 100 Jahre für Nordrhein-Westfalen ausgewertet und kommt unter anderem zu folgenden landesweiten Ergebnissen:

Die Vegetationszeit beginnt etwa 16 Tage früher, der Herbst ist ca..17 Tage länger, der Winter dagegen etwa. 21 Tage kürzer. Die Tendenz zu Starkregen (20 Millimeter pro Tag) ist vor allem im Winterhalbjahr auffallend. Für den Rhein wurde 1998 erstmals eine Temperatur von 25 Grad gemessen.


hjo

Den Abschlussbericht und nähere Informationen zum Projekt gibt es auf den Internet-Seiten des Landesumweltamtes

Die Broschüre "Klimawandel in NRW - Wie das Klima NRW verändert" (PDF, 3,8 MB) hier downloaden

 

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