Marode russische AKW weiter „hochgefährlich“

AKW Ruine Tschernobyl Fto: Wikimedia CC 3.0/Sven Teschke

Angst vor russischen und ukrainischen AKW: Der sich aktuell zuspitzende Konflikt um die Halbinsel Krim zwischen den beiden Ex-Sowjetrepubliken ist dramatisch genug. Nun türmt sich weiteres Konfliktpotenzial auf: Die Atommeiler unserer östlichen Nachbarn sind nach Ansicht von Vladimir Kuznetsov „marode“, die Normen für die radioaktive Sicherheit „aufgeweicht“.

Vor Abgeordneten des Deutschen Bundestags sagte der Professor der Arkhangelsk Arctic State University als Experte über die Lage in den Kernkraftwerken Russlands und der Ukraine aus: Die zum Teil über 40 Jahre alten AKW vom Bautyp des 1986 in Tschernobyl havarierten Reaktors seien „hochgefährlich“ - für Reparaturen habe Russland aber kein Geld.

Die Abgeordneten des Bundestagsausschuss, die Kuznetsovs Bericht hörten, waren „erschüttert“. Das meldete der Pressedienst des Bundestags.

 

Ukraine: Noch immer erhöhte Strahlung nach AKW-Unfall von 1986

 

Kusnetzov arbeitete in Tschernobyl als Ingenieur am Reaktor 3. Nach der Explosion des Atomkraftwerks war er Liquidator am ukrainischen AKW, später Mitarbeiter der sowjetischen Atomaufsicht. Diese Behörde bezeichnet er heute als „drittrangiges Komitee“, das keine Kontrollfunktion ausüben könne. Kussnetzov warnte deshalb vor einem nächsten Tschernobyl.

Der Atomfachmann beschrieb vor dem deutschen Bundestagsausschuss auch, dass auch 28 Jahre nach der Katastrophe von April 1986 noch immer in vielen Gebieten die damals freigesetzten Kuznetsov strahlenden Partikel nicht abgebaut seien.


pit

 

 

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