Katalysator reinigt Motorabgas von Stickoxiden

Foto: Pixabay CC/PublicDOmain

Es geht doch auch sauber: Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und ihre Kollegen der RWTH Aachen tüfteln derzeit an einem Katalysator, der Stickoxide (NOx) nahezu vollständig und ohne Zusätze aus den Abgasen von Verbrennungsmotoren entfernt. So soll die Luft trotz Autoverkehr doch wieder sauberer werden.

Die Wissenschaftler forschen gemeinsam mit ihren Industriepartnern von Ford, Deutz, Sasol, FEV, Umicore sowie Clariant an ihrem "DeNOx"-Projekt. Bei einem Erfolg, das berichtet jetzt die Agentur Pressetext , "könnten die weltweit strengen Normen für die Stickoxid-Emissionen von Dieselfahrzeugen eingehalten" werden.

 

Sauberer Motor: Stickoxide im Kreislaufsystem abgebaut

 

"Wir stehen mit unserer Forschung noch ganz am Anfang. Aber wenn alles gut läuft, werden wir innerhalb von drei Jahren einen Prototyp fertigstellen, der von den beteiligten industriellen Partnern direkt für die Integration in neue Fahrzeugmodelle übernommen werden kann", zitiert die Agentur Jürgen Dornseiffer vom Forschungszentrum Jülich.

Impulse für die Materialentwicklung kommen aus der Brennstoffzellenforschung, schreibt die Agentur über die Arbeit der Forscher. Die Basis für die Innovation bildeten Materialien für keramische Hochtemperaturbrennstoffzellen, die am Forschungszentrum Jülich bereits erfolgreich seit über zehn Jahren in einem Langzeitversuch betrieben werden. Durch Veränderungen eines Kathodenwerkstoffes wollen die Wissenschaftler nun einen neuen NOx-Speicher schaffen, mit dessen Hilfe sich die Stickoxide in einem Kreislaufsystem abbauen lassen.

 

Grafik: FZ Jülich/Dornseiffer

Anders als bisher werden die verschiedenen Stufen der Abgasreinigung nicht in getrennten Einheiten hintereinander angeordnet. Stattdessen sind die unterschiedlichen Funktionalitäten mithilfe der neu zu entwickelnden Materialien in eine Katalysatoreinheit integriert.

Der Prozess beginnt, beschreibt ihn die Agentur, mit der Einlagerung der Stickoxide im Katalysator. Sei der maximale Füllstand erreicht, würden diese durch eine kurze Änderung der Motoreinstellung und mithilfe der neuen Materialien in Ammoniak überführt. Dieser wird eingespeichert. "Der mit Ammoniak gefüllte Speicher kann nun im normalen Fahrbetrieb die Stickoxide in harmlosen Stickstoff umwandeln", schreibt die Agentur.

Ist das Ammoniakreservoir aufgebraucht, beginnt der Prozess von vorn.


red

 

 

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