So will die Schweiz die Energiewende packen

Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Schweizer packen die Energiewende an: Mit der „Energiestrategie 2050“ verordnete das Parlament des Alpenstaats den Eidgenossen den Weg, auf dem sie dem Klimawandel begegnen sollen – weniger fossile Energie, ohne neue AKW, dafür jedoch mit Effizienzsteigerungen will die Schweiz die Wende packen.

„Beide Kammern des Parlaments, der Nationalrat und der Ständerat, stimmten dem Beschluss am vergangenen Freitag zu“, berichtet jetzt klimaretter.de über die Abstimmung in Bern. Die Strategie 2050 verschaffe dem Land „gegenüber 'Weiter wie bisher' erhebliche Vorteile“.kommentiert die Klimaallianz. Für das Bündnis der eidgenössischen Klima- und Umwelt-Verbände ist sie „ein Kompromiss und ein Schritt in die richtige Richtung“.

 

 

Pläne der Schweiz zur Energiewende

 

Nach dem Beschluss soll nun der Energieverbrauch in der Schweiz bis 2035 um 43 Prozent im Vergleich zum Jahr 2000 sinken, der Stromverbrauch um 13 Prozent. „Die Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind und Biomasse soll auf 11,5 Milliarden Kilowattstunden im Jahr steigen, das wären fast 20 Prozent der gegenwärtig in der Schweiz erzeugten Strommenge“, zitiert klimaretter.de aus dem Papier. Die Einspeisevergütung für Energie aus erneuerbaren Quellen soll steigen.

Der Staat zahlt demnach künftig mehr Geld für die Dämmung von Gebäuden, Pkw dürfen in der Schweiz bald nicht mehr als 95 Gramm Kohlendioxid je gefahrenem Kilometer ausstoßen.

 

Kritik am Festhalten am Strom aus AKW ohne neue Sicherheitsregeln

 

Bei allem Lob für die Pläne – ganz ohne Kritik geht’s bei den Verbänden doch nicht. Sie bemängeln, dass die zum Teil recht alten Atommeiler weiter produzieren dürfen. Vor allem: dass es keine neuen Sicherheitsauflagen und keine Laufzeitbeschränkungen für die AKW des Alpenlands gäbe.


pit

 

 

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