Stuttgart: erster deutscher Feinstaub-Alarm

Foto: Wikimedia CC/GNU 1.2/Julian Herzog

Erst Peking, dann Dehli, jetzt Stuttgart: Die Schwabenmetropole löst Feinstaubalarm aus und bremst den Verkehr in Deutschlands Stadt der Autobauer (Daimler, Porsche, Bosch) aus. Die Inversionswetterlage über dem Stuttgarter Talkessel lässt die dicke Luft nicht mehr abziehen.

Zu Wochenbeginn gab es erstmals Feinstaubalarm am Neckar. Damit, schreibt die Stuttgarter Zeitung hoffe „die Stadt, die zu hohen Werte in der Luft in den Griff zu bekommen“. Die Einwohner und Pendler sind aufgerufen, ihre Autos stehenzulassen und sich stattdessen mit Bus und Bahn, dem Rad oder zu Fuß durch die Stadt zu bewegen. Auch die Heizungen – vor allem so genannte Komfort-Öfen – sollten wniger befeuert werden.

 

Luft-Grenzwerte berschritten – Proteste der Umweltschützer

 

Stuttgart ist damit die erste deutsche Stadt, die wegen zu hoher Belastung in der Atemluft zu solch einer Maßnahme greift. Der Alarm soll mindestens bis zur Wochenmitte dauern. „Viele Umweltschützer halten die freiwillige Regelung allerdings für unwirksam und fordern Fahrverbote. Die soll es aber erst ab 2018 geben, falls der Feinstaubalarm bis dahin keinen Fortschritt bringt“, beschreibt die Zeitung die neue Situation.

Die Stadt stützt sich beim Feinstaubalarm auf Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes, der für die gesamte Woche einen schlechten Luftaustausch im Stuttgarter Talkessel erwartet. In der Stadt wird immer wieder der EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft überschritten.


red

 

 

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