Unabhängigkeit vom Stromanbieter

Foto: Pixabay CC/PublicDomain

Die Preise für Energie wie beispielsweise Strom sind in den zurückliegenden Jahren im Schnitt gestiegen - teilweise deutlich.

Es steht zu befürchten, dass auch in den nächsten Jahren die Energiepreise weiter kontinuierlich und überdurchschnittlich klettern und immer mehr des eigenen Einkommens für Strom ausgegeben werden muss. Gleichzeitig sind die Möglichkeiten für Energieeinsparungen begrenzt. In dieser Situation ist es durchaus wünschenswert, unabhängiger vom Stromanbieter zu werden. Welche Möglichkeiten gibt es dazu?

 

Eigenstromanlage für die Unabhängigkeit vom Stromanbieter

 

Die naheliegendste Alternative für eine eigene Energieversorgung liegt in der Sonnenenergie. Mithilfe einer Eigenstromanlage wird mittels Photovoltaik Solarenergie in Strom umgewandelt. Wird zusätzlich ein entsprechendes Batteriespeichersystem installiert, kann überschüssig gewonnener Strom gespeichert und später genutzt werden. Die Versorgung des Haushalts findet dann primär mit Eigenstrom statt, nur Versorgungslücken werden über den Stromanbieter abgedeckt. Der Anteil der Eigenversorgung hängt dabei von der Situation vor Ort und den klimatischen Bedingungen der Region ab.

Realistisch ist eine Eigenversorgung bis zu 70 Prozent des Gesamtbedarfs, was einer Kosteneinsparung von mindestens mehreren Hundert Euro im Jahr entspricht.

Die Photovoltaikanlage wird dabei auf das Hausdach installiert, und zwar so, dass sie optimal die einstrahlende Sonnenenergie verarbeiten kann. Der umgewandelte Strom wird in speziellen Akkus gespeichert, aus denen er den Haushalt versorgen kann - auch nachts.

Wird über die Verbrauchs- und Speicherkapazitäten hinaus Strom produziert, kann die Sonnenergie zur Warmwasseraufbereitung genutzt werden. So werden neben Stromkosten auch Kosten für die Warmwasseraufbereitung (Heizkosten) eingespart.

 

Eigenversorgung und Smart Home

 

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Unausgeschöpfte Energiepotenziale können mit einer Eigenstromanlage zusätzlich geschöpft werden, wenn die Anlage in ein Smart Home integriert wird. Mit entsprechend vernetzten und intelligenten Haushaltsgeräten können so energieeffizient Haushaltsgeräte betrieben werden, wenn die Bewohner nicht anwesend sind. Die meiste Sonnenenergie steht tagsüber zur Verfügung, die Energiespitzen liegen klassischerweise aber morens und abends. Durch eine entsprechende Vernetzung verteilt sich die Energienutzung weiter in den Tag hinein und entspricht dann mehr den günstigeren Zeiten der Stromgewinnung durch die Photovoltaikanlage.

Der Grad der Eigenversorgung an der Gesamtversorgung kann so nochmals erheblich erhöht werden.

 

Staatliche Förderungen bei der Eigenversorgung

 

Der Staat gibt für die Eigenstromversorgung zusätzliche Anreize, in dem er Fördermittel oder günstige KfW-Finanzierungen zur Verfügung stellt. Eine KfW-Förderung muss dabei vor Anschaffung der Eigenstromanlage über die Hausbank oder Sparkasse beantragt werden. Der Antragsteller sollte sich dafür im Vorfeld ein Angebot eines Installateurs einholen. Die Höhe der Förderung hängt dabei unter anderem von der Leistungserbringung der Anlage ab. Der Regelsatz liegt zurzeit bei maximal 600 Euro pro Kilowattpeak.

Die Förderung kann auch beantragt werden, wenn eine nachträgliche Aufrüstung der Eigenstromanlage, zum Beispiel mit einem Speichersystem, vorgenommen werden soll.

 

Erik Neumann


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