US-Wahl lässt um das Klima fürchten

Joseph Sohm – 353116961/Shutterstock.com

So ziemlich niemand hat mit dem Wahlsieg von Donald Trump gerechnet: Nicht die Politexperten, nicht Wahl- und Meinungsumfragen-Experten, nicht die Demokraten oder Hilary Clinton und vielleicht noch nicht einmal die Kampagnen-Mitarbeiter des designierten Präsidenten Donald Trump selbst. Was bedeutet das allerdings für den Klimaschutz?

Wegen der allseitigen Konzentration auf das Duell zwischen der ehemaligen US-Außenministerin Clinton und dem Immobilien-Mogul Trump sind die weiteren Bewerber um das höchste Amt im Staat in der Öffentlichkeit fast vollkommen aus dem Rampenlicht geraten. Ja, es gibt sie nämlich. Insgesamt stellten sich sechs Kandidaten der Wahl. Doch Trump hat den Wahlkampf für sich entschieden, damit hat kaum einer gerechnet, selbst wenn man sich die Quoten der Buchmacher genauer anschaut.

 

Trumps Präsidentschaft lässt Klimaschützer zittern

 

Nun ist es aber doch so gekommen und nicht nur die USA, sondern auch der Rest der Welt versucht sich auf eine Trump-Präsidentschaft vorzubereiten. Ein großes Fragezeichen in der zukünftigen US-Politik bleibt der Klimaschutz. Trumps Wahlkampf- und Social Media-Thesen lassen jedenfalls auf nichts Gutes für Klimaschützer hoffen.

 

Eine Umfrage: Hat der Klimaschutz einen persönlichen stellenwert?

Die Ergebnisse:

 

Ja Nein Weiß nicht
70 % 28 % 2 %

 

Wie der designierte Präsident zum Klimaschutz steht

 

Bisher ist eher aufgefallen, das Donald Trump sich auf althergebrachte Energiequellen wie Kohle, Gas und Öl konzentrieren möchte, um die eigene Wirtschaft zu stärken. Im sozialen Netzwerk Twitter, in dem Trump schon seit Jahren aktiv ist, stellte er bereits wissenschaftsfremde Thesen in den digitalen Raum. So z.B.:

 

  • der menschgemachte Klimawandel sei ein Schwindel
  • Klimawandel sei in China erfunden worden, um die amerikanische
  • Wirtschaft zu schwächen
  •  

     

    Klimaschutzverweigerung auf Wahlkampftour

     

    Während einer Wahlkampfveranstaltung in Warren, Michigan versprach Trump, Milliarden von Dollar für den Klimaschutz zu streichen, und in die Infrastruktur, saubere Luft, in sauberes Wasser und in Sicherheit zu investieren. Wie das allerdings genau aussehen soll, weiß noch niemand. Klimaschützer machen sich allerdings verständlicherweise Sorgen und treffen dementsprechend Vorbereitungen.

     

    China und die USA gehören zu den Ländern mit dem massivsten CO2-Ausstoß. Grafik: eigene Darstellung

    Was kann für den Klimaschutz getan werden?

     

    Was von den Aussagen dieses speziellen Wahlkampfes ernst genommen werden kann, bleibt abzuwarten. Zweifel am Klimawandel bestehen in der amerikanischen Gesellschaft zu Genüge. Dennoch haben China, die USA und viele andere Länder bereits den historischen Paris-Vertrag gerettet, noch bevor Donald Trump sein Amt im nächsten Jahr antreten kann. Dieser Vertrag soll die Erderwärmung auf 1,5 bis 2 Grad einschränken.

     

    Positive Vorzeichen für den Klimaschutz

     

    Der Prozess, aus dem Vertrag internationales Recht zu machen, wurde beschleunigt und es wird der Trump-Regierung schwerer fallen, ihn wieder rückgängig zu machen. Am kommenden Montag wird in Marrakesch weiter verhandelt, um den menschgemachten Klimawandel auch für zukünftige Generationen erträglicher zu machen.

     

    Stefan Turiak


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