Windpower: An Land bekämpft, im Meer im Aufwind

Foto: Dong Energy

Gegen-Wind: In Deutschland formiert sich der Widerstand gegen immer mehr Windmühlen. Auf dem Meer dagegen ist Windkraft im Aufwind. Noch nie investierten Anleger so viele Milliarden in Off-Shore Farmen.

Gegensätzliche Meldungen verwirren: „Die Energiewende spaltet das Land“, schreibt etwa die „Welt“. In den Städten genieße der Umbau der Energieversorgung zwar viel Sympathie. In den Regionen – vor allem Norddeutschlands – in denen sich die Rotoren drehen, seien immer mehr Menschen skeptisch: „Sie sehen zunehmend zu, wie sie entmündigt werden“, beschreibt das Blatt deren Stimmung.

 

Kampf gegen Windmühlen soll AfD begünstigt haben

 

Die Kritik richtet sich vor allem einerseits gegen die staatliche Förderung „mit dem Füllhorn“ sowie andererseits gegen Planlosigkeit der Verantwortlichen. Der Unmut darüber habe sogar der rechtspopulistischen AfD Auftrieb verschafft.

Auf dem Meer dagegen scheint die Sonne für Windmüller. Offshore-Windparks würden im ersten Halbjahr 2016 mit Investitionen in Höhe von 14 Milliarden Euro gefördert, berichtet die Agentur Pressetext unter Berufung auf WindEurope . Deutschland liege dabei mit 2,5 Mia. Euro, an zweiter Stelle hinter Großbritannien (10,4 Mia. €).

 

Wind über dem Meer: Kosten für Off-Shore-Anlagen fallen

 

Sieben Projekte, die die letzte Finanzierungsrunde erfolgreich passiert hätten, so die Agentur, sollen 3,7 Gigawatt an neuer Kapazität bringen. Allerdings: Es hapert an der Umsetzung der Projekte: „Die Länder hinken bei der Installation der Anlagen in Küstenregionen hinterher“, beschreibt die Agentur die Situation. Da setzt sich fort, was schon im Vorjahr bremste. Im ersten Halbjahr 2015 kamen Anlagen mit einer Kapazität von 511 Megawatt ans Netz: Das sind 78 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Aufschwung bei den Installationen soll jedoch 2017 bevorstehen. Denn: „Die Kosten für Offshore-Windparks fallen, aber wir brauchen ein gesundes Volumen auf dem Markt, damit das so bleibt", sagt WindEurope -Chef Giles Dickson. Er moniert trotzdem: „Die derzeitige Pipeline an Projekten reicht nicht aus und die Zusagen, die die Mitgliedsstaaten über das Jahr 2020 hinausgehend bis jetzt gemacht haben, sind weniger, als was gebraucht wird. Damit riskieren wir eine Untergrabung der europäischen Wettbewerbsposition bei Offshore-Wind.“


pit

 

 

Lesen Sie auch:

 

Energiewende: Viel Wind um Off-Shore

EU knackt 100Gigawatt Windenergiemarke

Windpower reicht um Deutschland zu versorgen


Der Artikel hat Ihnen gefallen?
Sie können für global° spenden!
Flattr this

Most Wanted

Screenshot: Video

Friedensnobelpreis heute an ICAN verliehen

Der Friedensnobelpreis wurde heute in Oslo an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von...


Fotos: Sanctuary Asia Wildlife Award 2017

Schockierend herrlich: Überlebenskampf der Tiere

Mit zum Teil dramatischen Fotodokumenten macht die indische Zeitschrift Santuary Asia auf den immer...


Screenshot: Video

Kurzfilm: If You Love This Planet

Als dreizehnjähriges Schulmädchen überlebte Setsuko Thurlow 1945 die Atombombe von Hiroshima. Heute...


Neu im global° blog

Screenshot: Grist-Magazine.org

Skalvenarbeit gegen die Feuersbrunst

Moderne Sklaventeiberei in den USA: Über 1.600 Gefangene löschen derzeit in Kalifornien Waldbrände....


Foto: Yami2

Terror: Atomkraftwerke im Visier

Eine Investigationsdokumentation von Laure Noualhat in den vier großen, Kernenergie nutzenden...


Screenshot: Fully Charged Video

Ein reaktivierter, modularer, batteriebetriebener Zug

Zwischen Schottland und London werden immer mehr Güter vom Flugzeug auf die Schienen verlagert, was...


Folgen Sie uns: