03.01.2018

Clevere Idee: Ein Verkaufsautomat für Obdachlose

Screenshot: independent.ie

Wer auf der Straße lebt, der ist auf Hilfe von außen angewiesen. Die Versorgung der Grundbedürfnisse wird oft von Tafeln oder andere Hilfsorganisationen realisiert. In Großbritannien gibt es jetzt ein interessantes neues Angebot: Dort können Obdachlose kleinere, hilfreiche Dinge komplett kostenlos an Automaten beziehen.

 

Die Wohltätigkeitsorganisation "Action Hunger" will Obdachlose auch dann mit Lebensmitteln und sauberer Kleidung versorgen, wenn die Angebote der anderen Hilfsorganisationen geschlossen sind. Ein Großteil der frischen Lebensmittel kommt von Supermärkten und anderen Organisationen, die Lebensmittelverschwendung reduzieren wollen. Neben Chips, Schokolade, Sandwiches, Wasser, frischem Obst und Energieriegel sind auch Socken, antibakterielle Lotionen, Zahnbürsten- und Zahnpastapackungen, Damenbinden und Bücher im Angebot.

 

Die Automaten sind nur für Obdachlose zugänglich, die von der örtlichen Behörde eine Schlüsselkarte erhalten haben. Mit dieser Karte kann man pro Tag bis zu drei Gegenstände aus dem Automaten nehmen. So soll verhindert werden, dass die Automaten alleinige Versorgungsquelle sind.

"Die Maßnahme soll die alleinige Abhängigkeit von unseren Maschinen verhindern. Wir möchten, dass unsere kostengünstige Lösung andere verfügbare Dienste ergänzt, da die Zusammenarbeit mit Fachleuten und lokalen Hilfsdiensten entscheidend dazu beiträgt, den Kreislauf der Obdachlosigkeit zu durchbrechen", sagte die Wohltätigkeitsorganisation.

Foto: actionhunger.org

Das Portal "Independent.ie" zitiert Halimah Gulzar Khaled, einen der Treuhänder von "Action Hunger":

 

"Dies bedeutet nun, dass Obdachlose 24 Stunden am Tag Zugang zu Nahrung haben. Wenn sie hungrig sind oder ein Paar Socken brauchen, gibt es einen Ort, wo sie hingehen können. Es wird niemanden von der Straße nehmen, weil es nur dreimal am Tag Essen oder Kleinigkeiten gibt, aber es wird ihnen helfen, während sie durch diese Phase ihres Lebens gehen. Deshalb ist es auf drei Dinge am Tag beschränkt, weil es nur ihre Grundbedürfnisse decken soll."

 

Die erste Maschine steht jetzt im Einkaufszentrum Intu in Nottingham. "Action Hunger" arbeitet mit anderen Organisationen zusammen und plant den Betrieb von Automaten im ganzen Vereinigten Königreich und in New York. Die Automaten sollen dann jeden Tag von Freiwilligen neu aufgefüllt werden.

 

Weitere Infos gibt es auf https://www.actionhunger.org/

 

 

 

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