Global denken, lokal handeln: Kitas ausgezeichnet

Weitere 18 Kitas aus Hamburg und Umgebung wurden gestern im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in den Räumlichkeiten der GLS-Bank für ihre vorbildliche Bildungsarbeit zu zukunftsrelevanten Themen wie Ressourcenschutz, Abfallvermeidung oder Energiesparen als „KITA21“ ausgezeichnet. Insgesamt sind es bereits 245 Kitas, die seit Bestehen der Bildungsinitiative die begehrte Urkunde und KITA21-Plakette von der S.O. F. Save Our Future – Umweltstiftung erhalten haben.

„Mit der Bildungsinitiative KITA21 und dem Engagement der vielen Kitas zeigt Hamburg, wie einige der Ziele des Weltaktionsprogramms umgesetzt werden können“, erklärte Dr. Dirk Bange, Abteilungsleiter der Hamburger Sozialbehörde anlässlich der Auszeichnung. Als Vertreter der Jugend- und Familienministerien der Länder ist Dr. Bange auch Mitglied eines Gremiums beim Bundesbildungsministerium, das die nationale Umsetzung des Weltaktionsprogramms begleitet. Ziel ist es, Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in allen Bildungsbereichen – von der Kita bis zur Hochschule – zu verankern und damit Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Gesellschaft zu schaffen.

Und wie dies bereits bei den Kleinsten gelingen kann, zeigen sehr eindrucksvoll die vielen Beispiele aus den ausgezeichneten Kitas. Es sind Themen wie Abfallvermeidung, eine umweltbewusste Ernährung, Kinderrechte, oder verantwortungsvoller Konsum, die von den Kitas aufgegriffen werden und zu denen gemeinsam mit den Kindern eine lebendige Bildungsarbeit gestaltet wird. In den Projekten setzen sich die Kinder auf entdeckende und spielerische Weise mit den Themen auseinander, eignen sich wertvolles Wissen an, erschließen sich Zusammenhänge und erfahren, dass sie mit ihrem eigenen Handeln etwas bewirken können.

Welche Bedeutung solche Bildungsprozesse haben, wird nicht nur durch das UNESCO Weltaktionsprogramm herausgestellt, sondern zeigt sich auch durch das, was dadurch in Gang gesetzt wird. So führt die Auseinandersetzung mit zukunftsrelevanten Themen in den Kitas beispielsweise fast ausnahmslos auch zu Veränderungen bei der Bewirtschaftung und Beschaffung in den Einrichtungen. „Letztendlich geht es bei KITA21 um viel mehr als lediglich um die Gestaltung von Bildungsarbeit zu zukunftsrelevanten Themen“, so Ralf Thielebein, Geschäftsführer der S.O.F. - Umweltstiftung, „schaut man genauer hin, so wird deutlich, dass es vor allem auch um eine kriti-sche Auseinandersetzung mit unserer Lebensweise und deren Auswirkungen auf die Umwelt geht und darum, Lösungen für ein verantwortungsvolles und zukunftsfähiges Handeln zu finden. Das Besondere daran ist, dass dieser Such- und Lernprozess gemeinsam mit den Kleinsten unserer Gesellschaft gestaltet wird. Damit tragen die Kitas dazu bei, dass sich Kinder bereits im frühen Alter Wissen und Kompetenzen für nachhaltiges Handeln aneignen können“.

Zu den diesjährigen ausgezeichneten Einrichtungen gehört beispielsweise auch die Kita Im Stadtpark, die bereits zum siebten Mal ausgezeichnet wird. Die Kita mit ihren 130 Kindern und 21 pädagogischen Fachkräften zeigt erneut, was alles entstehen kann, wenn man über längere Zeit kontinuierlich engagiert bleibt. Beindruckend ist vor allem die Vielzahl an Bildungsanlässen, die über die Jahre entstanden sind: Es gibt einen Garten, der gemeinsam mit den Kindern bewirtschaftet wird, einen Kompost, ein Insektenhotel, eine einheitliche Mülltrennung, ein Aquarium, regelmäßige Wald-Tage, Flohmärkte und vieles mehr. In diesem Jahr ging es speziell um das Thema Ernährung. Zentrale Ergebnisse sind vor allem ein neu gestalteter Essensplan, der die Kinder über die Zutaten der einzelnen Mittagessen informiert, sowie ein weiterer Umbau des Gartens zusammen mit den Eltern, in dessen Rahmen Hochbeete, der Kompost und eine Feuerstelle entstanden sind. Ausflüge zu einem Bauernhof oder dem Wochenmarkt runden das nachhaltige Bildungsangebot der Kita ab.

 

Zur KITA21-Webseite: www.kita21.de

 

Über „KITA21“:

Die Auszeichnung als „KITA21“ erhalten Kindertageseinrichtungen, die sich in ihrer Bildungsarbeit und Alltagsgestaltung an dem Konzept von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung orientieren. Ziel dieses Bildungskonzeptes ist es, Kindern die Möglichkeit zu geben, sich auf vielfältige und spielerische Weise mit zukunftsrelevanten Themen auseinanderzusetzen, sich hierbei Zu-sammenhänge zu erschließen und zu erfahren, dass ihr Handeln von Bedeutung ist. Dadurch entwickeln die Kinder ein Bewusstsein für den Wert der Dinge, für einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen und einen fairen Umgang mit der (Um-)Welt. Die Bildungsinitiative „KITA21“, in deren Rahmen die Auszeichnung vergeben wird, steht unter der Schirmherrschaft der Hamburger Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit. Im Juli 2016 wurde die Bildungsinitiative von der Bundes-bildungsministerin, Dr. Johanna Wanka, als beispielhafte Maßnahme zur Förderung und struktu-rellen Verankerung des Bildungskonzeptes im Rahmen des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

 


08.09.2017 13:44
S.O.F.- Save our Future Umweltstiftung

Joana Loidl

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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