Elch baut Hütten für Flüchtlinge

Prototyp der IKEA-Füchtlingshütte Foto: Better Shelter

Revolution in den Flüchtlings-Camps der Erde:Oft gescholten – steht der schwedische Möbel-Gigant IKEA doch auch immer für eine gute (Design-)Idee: Im Sommer liefert die Elch-Truppe ihre ersten mobilen Flüchtlingsunterkünfte an die Helfer der UNO aus.

Wie immer ist alles praktisch verpackt: Die komplette 17 Quadratmeter-Hütte lagert in zwei flachen Pappschachteln. „Die sind gut zu transportieren“, begründet die für die Kooperation zwischen IKEA und dem UNHCR gegründete Organisation Better Shelter. Das Projekt stützt die IKEA-Foundation finanziell.

Wie meist beim schwedischen Möbelhaus gewann das Projekt schon vor dem Start einen Design-Preis: Die Architektur-Kritikerin Alice Rawsthorn schwärmt: „Es ist eine ungewöhnlich sensible und intelligente Antwort auf die meist verzweifelte Lage der Menschen, die alles verloren haben.“

 

Hütten gemeinsam mit Flüchtlingen entwickelt

 

Zehntausend dieser Pappschachteln bestellte das UNHCR. Sie sollen im Irak wenigstens den ersten der inzwischen über 2,5 Millionen Menschen Schutz und neues Heim sein, die dort vor den Wirren des Bürgerkriegs auf der Flucht sind.

Konstruktion der Fklüchtlingshütte Foto: Better Shelter

Der Möbel-Gigant wird von Umweltaktivisten immer wieder und heftig kritisiert. Die Hütten jedoch entwickelte Better Shelter zusammen mit etwa 40 Flüchtlingsfamilien aus Äthiopien und dem Irak. Die stabilen Stahlrahmen sind innerhalb vier Stunden ohne weiteres Material montiert. Die Verkleidung trotzt Regen, Sturm, Hitze und Schnee. Und sie ist dauerhafter als die heute üblichen Katastrophenzelte der Hilfsorganisationen. Die sind meist nach nur sechs Wochen bereits verschlissen. Der durchschnittliche Aufenthalt in solchen Lagern aber beträgt heute nach Informationen von Better Shelter rund 12 Jahre!

 

Unterkunft mit Solarmodul sorgt für Licht und Strom fürs Handy

 

Im IKEA-Paket enthalten ist auch ein Solarmodul enthalten. Daran können die Bewohner des Flüchtlings-Quartiers eine Lampe (ebenfalls mitgeliefert) mit Strom versorgen und so Licht in ihre Hütte zaubern – oder sie laden mit dem Sonnenstrom ein Handy auf und bleiben damit mobil mit der Welt verbunden. Für Jonathan Spampinato von der IKEA-Stiftung ist das Projekt ein Beispiel demokratisch organisaierter Katastrophenhilfe.


pit

 

 

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