Flüchtlingshütten aus Papier

Screenshot: Ban

20.000 Papier-Häuser für die UNO: Der japanische Faltkünstler und Architekt Shigeru Ban baut in der kenyanischen Proviz Turkana ganze Dörfer mit Papierhütten für Flüchtlinge.

Bans Kunst, aus Papier ganze Bauwerke zu erschaffen, ist seit Jahren preisgekrönt. 2014 erhielt er für seine Papierkathetralen den renomierten Pritzker Architecture Prize.

 

Papierhütten halfen schon in Ruanda oder in Nepal

 

Jetzt engagiert sich der Baumeister, um Bürgerkriegsflüchtlingen im Osten Afrikas eine neue Bleibe zu schaffen. Die Häuser sollen den fern ihrer Heimat in Kenya gestrandeten Menschen neue Heimat und ein sicherer Ort sein, berichtet jetzt das Weltwirtschaftsforum in der Schweiz über das Hilfsprojekt des Architekten.

Die Konstruktionen sind einfach. Ban bringt den Menschen bei, wie sie die Papierhütten selbst aufschlagen können. Das machte er bereits 1994 im vom blutigen Genozid zwischen rivalisierenden Volksgruppen verwüsteten Ruanda. So half er auch 2015 den Menschen in Nepal nach dem verheerenden Erdbeben im Himalaya.

 

Ban baut Papierhütten für viele Jahre Lagerleben

 

"Die Häuser müssen so einfach konstruiert sein", sagt Shigeru Ban, "dass jeder sie nachbauen kann." Nur so könne das Wohnungsproblem in Kenya gelöst werden, ist er überzeugt. Zurzeit leben dort rund 400.000 Menschen in Camps oder auf der Straße - Tendenz eher ansteigend. Deshalb ist Ban überzeugt, dass nur solche Bauten wirklich helfen, für deren Errichtung die Schutzsuchenden keine technischen Vorkenntnisse oder kompilziertes Werkzeug benötigen.

In der Kalobeyei-Siedlung im Norden des ostafrikanischen Lands leben derzeit fast 40.000 Meschen, die aus den Kriegsgebieten im Südsudan oder Somalia flohen. Die durchschnittlche Aufenthaltsdauer in solch einem Lager beträgt immerhin 16 (!) Jahre. Ban will daher gemeinsam mit der UN Flüchtlingsorganisation (UNHCR) weitere 20 dieser Papiersiedlungen bauen.


pit

 

 

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