Kein Picknickmüll nach Party im Park

Foto: Pixabay CC0

Grillen, picknicken und abhängen im Park oder am Strand des nahegelegen Sees – in den Sommermonaten eine willkommene Abwechslung. Leider gehören aber auch sehr oft unschöne Hinterlassenschaften an Flussufern und in Parkanlagen dazu: Plastikflaschen, Getränkedosen, Aluschalen, Essensreste und Grillschalen verwandeln Wiesen und Partyplätze in wahre Mülldeponien.

 

„Die wilden Abfälle müssen nicht nur auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt werden, sondern ein beachtlicher Teil an zurückgelassenen Materialien – etwa Plastik und Aluminium – sind auch schädlich für Mensch und Umwelt“, moniert die Verbraucherzentrale NRW.

Die folgenden Tipps der Verbraucherzentrale sollen dabei helfen, dass aus der „wilden“ Party im Freien keine wilde Mülldeponie wird:

 

• Grillvergnügen ohne Ressourcenverschwendung: Aluminium-Einweg-Grills erscheinen viele als praktische Lösung des mobilen Grillvergnügens. Aber sobald die Holzkohle verglüht ist, versagt der Grill für künftiges Brutzeln seinen Dienst. Die Herstellung von Grills oder Schalen aus Aluminium ist sehr energieaufwendig. Selbst wenn alles zu Hause in eine – falls vorhandene – Wertstofftonne wandert, steht der hohe Produktionsaufwand in keinem Verhältnis zur kurzen Verfügbarkeit.

• Klappgrill oder Grilleimer passen für Picknick: Beide Grill-Varianten gibt es bereits ab 25 Euro und eigenen sich viel besser zum Durchgaren von Fleisch und Gemüse als ein Einweg-Grill. Für Grillschalen gilt ebenfalls: Edelstahl und Mehrweg sind besser als Alu und Einweg. Sie geben kein gesundheitsschädliches Aluminium an das Grillgut ab. Tipp zum Reinigen: Waschsoda und Edelstahlschwämme putzen Grillgeräte schnell wieder blitzblank.

• Picknick ohne Pappteller und Plastikgabel: Auch Einweg-Geschirr aus Holz oder Bambus eignet sich wegen seines einmaligen Gebrauchs nicht für Outdoor-Würstchen und Kartoffelsalat. Wer Geld und Müll sparen will, packt idealerweise sein Geschirr und Besteck von zuhause ein. Reicht das nicht für die Party-Gäste, sollten die ihre Ess- und Trinkutensilien am besten selbst mitbringen.

• Durst löschen, ohne Picknickplatz zuzumüllen: Mehrwegflaschen sind die ideale Lösung anstelle von Einweg-Flaschen und Getränkedosen. Wer eine Getränkekiste mitführt, hat auch gleich eine handliche Abstellfläche parat. Plastikbecher lassen sich auch im Freien stilvoller und ökologisch sinnvoll durch Gläser ersetzen. Falls leicht und dennoch bruchsicher gebechert werden soll, dienen auch wiederverwendbare Becher aus hartem Plastik dem feucht-fröhlichen Zweck. Solche aus Polyethylen oder Polypropylen – oft erkennbar an den Abkürzungen „PE“ oder „PP“– enthalten keine schädlichen Weichmacher.

• Wiesen und Plätze im Naturzustand verlassen: Schon beim Planen eines Picknicks sollte auch ans Aufräumen gedacht und hierzu ausreichend Müllbeutel zum Partyplatz mitgenommen werden. Am Schluss alles – auch Asche, abgenagte Knochen und sonstigen Abfall – einsammeln, mitnehmen und zu Hause in die entsprechenden Abfalltonnen entsorgen. Für heiße Asche stellen die Kommunen in ihren Parkanlagen immer häufiger geeignete Auffangbehälter zur Verfügung. (Quelle: Verbraucherzentrale NRW))

 

Weitere Tipps zum abfallarmen Picknicken geben die Umweltberater der Verbraucherzentrale NRW. Kontakt online unter www.verbraucherzentrale.nrw/umweltberatung.


red

 

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