Kunst für die Energiewende

Foto: Astrid Knie

Energiewende und Naturschutz geraten oft in Widerspruch: wenn Fledermäuse in Rotoren sterben oder Windenergiemasten die Landschaft verstellen. Dem Konflikt setzt die österreichische IG Windkraft jetzt Ihr Kunstprojekt entgegen – und zeigt, dass auch Windmühlen schön sein können.

In Wien-Unterlaa soll bald das erste Kunst-Windrad Mitteleuropas stehen. Eine Jury wählte den Entwurf der Künstlerin Julia Bichler unter 400 eingesandten Werken aus.

 

1. Kunstwindrad in Mitteleuropa steht in Wien

 

Stefan Moidl, der Chef der IG Windkraft zeigt sich zufrieden: „Windräder erzeugen nicht nur sauberen und umweltfreundlichen Strom, sondern können auch die Landschaft bereichern“, zitiert ihn die Agentur Pressetext zum Ergebnis des Wettbewerbs zufrieden.

Unter dem Motto „Nutze die Gunst des Windes“ hatte der Verband Wind-Kunstwerke gesucht. „Es freut uns, dass Wien Energie und die IG Windkraft diese tolle Aktion gemeinsam umsetzen konnten, schließlich erzeugen wir seit 1997 Windstrom und setzen offensiv auf diese 100 Prozent saubere Energieformerklärt Karl Gruber, Geschäftsführer von Wien Energie. ER ist daher jetzt stolz „neues Wahrzeichen“ der österreichischen Metropole.

In drei Monaten wurde, wenn es Wetter und Wind zuließen, jede Minute am Windrad gearbeitet. „Es war gar nicht so einfach die Gestaltung des Windrades vor Ort zu realisieren“, erzählt Jakob Seehofer, Geschäftsführer der Skyworkers Seehofer GmbH und ergänzt: „Wir mussten 400 Folien auf das Windrad aufbringen. Jede Folie wurde von uns am Seil hängend, teilweise in schwindelerregender Höhe, aufgeklebt. Immerhin eine Gesamtfläche von 600 Quadratmetern.“

 

Künstlerin: Wind ist unser ständiger Begleiter

 

Die Künstlerin Julia Bichler eröffnete heute das Kunst-Windrad selbst. „Die Illustration zeigt auf eine humorvolle Art und Weise, dass Wind unser täglicher Begleiter ist. Wir sehen ihn nicht, aber können seine ungeheure Kraft spüren. Er begleitet uns, wohin wir auch gehen. Die Illustration soll uns ins Bewusstsein rufen, dass wir von natürlichen Energiequellen umgeben sind und diese sinnvoll nutzen sollten“, sagt sie.

Das neue Wahrzeichen Wiens steht im 10. Wiener Gemeindebezirk. Mit 60 Metern Nabenhöhe, 54 Metern Rotordurchmesser und einer Leistung von 1 Megawatt zählt dieses Windrad mittlerweile zu den kleineren Windkraftwerken in Österreich. Dennoch erzeugt der Windpark, der aus vier Windmühlen besteht und von Wien Energie betrieben wird, so viel Strom wie 2.290 Haushalte verbrauchen.


red

 

 

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