BlaBlaCar – kostenlos, sozial und umweltfreundlich

Foto: BlaBlaCar

Europas Marktführer der Mitfahrzentralen, BlaBlaCar gibt nun auch in Deutschland Gas. Zur rechten Zeit, denn die deutsche „Mitfahrgelegenheit“ verlangt seit Kurzem Vermittlungsgebühren.

 

Hamburg – Paris 35 Euro, Frankfurt – Madrid 51 Euro, London – Rom 65 Euro – ein Blick auf die Internetseite von BlaBlaCar offenbart: Billiger Reisen geht wohl nur noch zu Fuß. Das Grundprinzip ist seit rund drei Jahrzehnten durch verschiedene Mitfahrbörsen erprobt. Und doch heben sich Aufbau und Funktionsweise von BlaBlaCar deutlich von den Mitbewerbern ab. „Profit machen“ ist bei BlaBlaCar verpönt.

 

„Die Fahrer teilen sich ihre Kosten mit den Mitfahrern. Jeder spart dabei. Da wir die möglichen Preise nach oben deckeln, ist Abzocke ausgeschlossen“, verrät der deutsche BlaBlaCar-Geschäftsführer Olivier Bremer. „Bei BlaBlaCar steht klar der Communitygedanke im Vordergrund. Wir geben dem Markt eine Plattform, auf der eben nicht nur Angebot auf Nachfrage trifft, sondern sich echte Menschen, die möglicherweise stundenlang nebeneinander im Auto sitzen, erst einmal kennenlernen können. Im Gegensatz zu Mitbewerbern erheben wir dafür keinerlei Gebühren und vermarkten auch nicht die Daten unserer Nutzer.“

 

Wer fährt eigentlich mit mir?

 

Fahrer und Beifahrer können sich anhand von persönlichen Profilen bereits vor der Fahrt ein genaues Bild des Reisebegleiters machen. Foto, Autotyp, Alter, Interessen und Bewertungen von anderen Usern – alles Informationen, die ebenso wie der Fahrpreis bei der Auswahl eine Rolle spielen.

 

Sogar die Gesprächsfreudigkeit wird bei BlaBlaCar abgefragt. Schließlich möchte nach einer anstrengenden Arbeitswoche nicht unbedingt jeder auf Tuchfühlung mit der Familiengeschichte seiner Mitreisenden gehen. Für andere ist gerade dies das Salz in der Suppe. Jedes Mitglied kann anhand einer Einstufung von einem bis drei „Blas“ angeben, ob es eher seine Ruhe haben will oder einen lebendigen Plausch während der Fahrt vorzieht.

 

Wer einmal im Nieselregen an der Tankstelle auf einen Fahrer gewartet hat, der dann doch nicht kam, hat schnell die Faxen dicke. Um solchen Enttäuschungen vorzubeugen, ist bei BlaBlaCar die Angabe einer verifizierten Mobilfunknummer Pflicht. Für zusätzliche Sicherheit sorgen die Bewertungen anderer Nutzer, die ihre Erfahrungen teilen. Das Konzept kommt gut an. In insgesamt zehn europäischen Ländern fahren bereits eine halbe Million Mitfahr-Pendler per BlaBla.

 

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