Tausche Gewehr gegen Fahrrad oder PC

Foto: photocase/MMchen

Nicht Schwerter zu Pflugscharen, aber Waffen für Fahrräder und Computer: Uruguays Innenminister startet diese Woche die fantasievolle Aktion „Weapons for Life“ (Armas por la Vida) und macht damit dem Ruf seines Präsidenten, José Mujica, erneut alle Ehre.

Der will mit Kreativität die Situation seines armen Lands nachhaltig verbessern

Mit der Aktion reagiert die Verwaltung des südamerikanischen Staats auf die hohe Zahl unregistrierter Waffen. Sie sind auch Ursache für die steigende Zahl der Tötungsdelikte im Land.

 

Win-win-Situation mit weniger Waffen

 

Die rund 3,3 Millionen Einwohner Uruguays besitzen vermutlich mehr als eine Million Feuerwaffen zuhause. Damit belegt das Land den 9. Platz in der internationalen Waffen-Besitzstatistik. „Wer so viele Gewehre und Pistolen besitzt“, betont das Ministerium, „muss immer damit rechnen, dass sie auch für kriminelle Zwecke missbraucht werden.“

Deshalb soll die Tauschaktion zur Win-win-Situation für alle Uruguayer werden. Sie mache das Land sicherer, hoffe Guidobono Gustavo, der Chef der fürs Einsammeln zuständigen Behörde.

In Nordamerika findet die Idee aus dem Süden bereits Befürworter. Sie könne, meinen viele Anti-Waffen-Lobbyisten in den USA zum Vorbild für den Kampf ihres Präsidenten gegen weniger Pump-Guns werden. Statt eines Rückkaufs der Gewehrs, wie er in den JUSA ioder auch Australien derzeit heiß debattiert wird, sei es doch viel sinnvoller den Menschen als Gegenleistung für ihre (oft illegalen) Waffen etwas Sinnvolles zu überlassen.

Wund was kann besser sein als die Mobilität zu bessern oder die Ausbildung der Kinder. Beides erreichen die Fahrräder oder ein kleiner PC.

 

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