Google als Hüter der Wälder

Website: GFW

Google sei Dank: Der Web-Gigant ist neuer Partner des World Resources Institute (WRI). Gemeinsam mit den Wissenschaftlern gründete das Suchmaschinen-Imperium jetzt Global Forest Watch: Die Initiative verknüpft Daten aus den Google-Diensten wie Maps oder Earth mit aktuellen Satellitenbildern und Mobiltelefon-Nachrichten von Aktivisten aus der ganzen Welt. Das Puzzle bastelt Google zu einem neuen Beobachtungssystem zusammen, das den Waldbestand auf dem Globus in Echtzeit dokumentiert.

„Mit diesem Zugang zu den verlässlichsten und aktuellsten Informationen sehen alle Menschen, was mit unseren Wäldern wirklich geschieht“, begründet Global Forest Watch seinen Auftrag in einer Pressemeldung zum Start. Die Initiative stellt die so gewonnenen Informationen Journalisten oder Umwelt- und Klimaschützern online und kostenlos zur Verfügung.

Ziel ist es, so die Initiatoren, endlich genau beobachten zu können, wer auf der Erde wo und wann Wälder rodet oder neu pflanzt. Auch welche Bäume neu wachsen ist dann jederzeit sicht- und belegbar. So können die Aktivisten etwa illegale Plantagen identifizieren.

 

Global Forest Watch: Kostenlose Daten zum Zustand der Wälder

 

„Mit den Daten von Global Forest Watch können Aktivisten, Wissenschaftler oder Journalisten die Geschichte des Walds endlich jederzeit erzählen“, betonen die Initiatoren des neuen Datenpools. Gemeinsam mit Wissenschaftlern der University of Maryland etwa konnte Google schon belegen, dass etwa zwischen den Jahren 2000 und 2012 über 500 Millionen Acres Wald von der Erde verschwanden. Im selben Jahrzehnt aber pflanzten Waldbesitzer lediglich auf 0,8 Millionen Acres neue Bäume.

„Endlich können wir mit dem neuen System schwarze Schafe und ‚Good Guys’ unterscheiden“, freut sich der Präsident des WIR. Andrew Steer: „Die Wirtschaft und die Politiker brauchen solche Informationen, wenn sie unsere Wälder effektiv schützen wollen.“


pit

 

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